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Umwelt

Zuviel Nitrat im Grundwasser

Trotz aller Anstrengungen bleibt die Nitratbelastung des Grundwassers in Niedersachsen ein Problem. Besonders in den Kreisen Cloppenburg und Vechta, wo es viel Massentierhaltung gibt, wird der erlaubte Wert an mehr als der Hälfte aller Messstellen überschritten.

Hannover. Das geht aus dem aktuellen Umweltbericht des Landes Niedersachsen hervor.

Landesweit wurde der Nitrat-Grenzwert demnach an 33 Prozent aller 1471 sogenannten Erfolgskontroll-Messstellen überschritten. Nach den Richtlinien der EU sind maximal 50 Milligramm Nitrat pro Liter erlaubt.

Für die schlechte Grundwasserqualität wird vor allem die Überdüngung der Böden durch die Landwirtschaft verantwortlich gemacht. Die jährliche Menge an Gülle und Mist in Niedersachsen stieg den 2015 vorgelegten Zahlen zufolge von 47 auf 47,6 Millionen Tonnen. Die Bauern versuchen unter anderem, das Problem durch den Transport von Gülle in Ackerbauregionen zu lösen. Dieser "Gülle-Tourismus" wird von Umweltschutzverbänden aber scharf kritisiert.

Nitrat selbst ist nicht gesundheitsgefährdend. Es kann jedoch im Körper zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert. Außerdem steht Nitrit im Verdacht, über die Umwandlung in Nitrosamine indirekt krebserregend zu sein.

dpa


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