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Bei VW kommt es zu einem Stopp der Autoproduktion.

Bei VW kommt es zu einem Stopp der Autoproduktion. © Sebastian Gollnow

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Zulieferer-Streit: VW stoppt Golf-Produktion im Stammwerk

Volkswagen hat im Streit mit zwei Zulieferern die Justiz bisher auf seiner Seite. Das Landgericht Braunschweig hat die Lieferanten per einstweiliger Verfügung verdonnert, ihre Teile zur Verfügung zu stellen. Rückt am Ende sogar der Gerichtsvollzieher an?

Wolfsburg. Die Produktion des wichtigsten VW-Modells Golf steht im Stammwerk Wolfsburg seit Samstagmorgen wegen einer heftigen Auseinandersetzung mit einem Getriebe- und einem Sitzbezug-Zulieferer still. "Schichten fallen dann ab Montag weg", sagte ein Konzernsprecher. Bereits am Wochenende seien aber etwa Bereiche zur Vorbereitung der Golf-Fertigung ausgesetzt, die entsprechende Logistik ruhe.

Für die betroffenen Beschäftigten unter anderem in Montage, Karosseriebau, Lackiererei und Presswerk sei im Einvernehmen mit dem Betriebsrat inzwischen Kurzarbeit angezeigt und Kurzarbeitergeld beantragt worden, hieß es in einer Bekanntmachung an die Mitarbeiter.

Grund für die Zwangspause in der größten Volkswagen-Fabrik ist ein Lieferstopp der Partnerunternehmen ES Automobilguss und Car Trim aus Sachsen. "Wir arbeiten nach wie vor an einer Einigung", erklärte VW. Die Wolfsburger hatten angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Teile zu erhalten. Die Zulieferer wiesen eine Verantwortung zurück, VW selbst trage die Schuld an der Entwicklung.

Der Produktionsstopp beim Golf soll zunächst bis einschließlich kommenden Samstag (27. August) gelten. Im Passat-Werk Emden wurde schon für 7500 Kollegen Kurzarbeit angemeldet. Das Unternehmen prüft dies auch für die Standorte Braunschweig, Zwickau und Kassel.

dpa


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