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Kriminalität

Zehn Jahre nach Kevin: Mehr Prävention gefordert

Zehn Jahre nach dem Tod des kleinen Kevin in Bremen sieht der Deutsche Kinderschutzbund nach wie vor Verbesserungsbedarf bei der Prävention der Jugendhilfe. "Wir fordern, dass es in allen Städten in Deutschland Präventionsketten gibt, damit man früh auf Überforderung reagieren kann", erklärte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers.

Hannover. Kevin war in Müllsäcken eingewickelt im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden worden.

"Jede Hilfe, die früh geleistet wird, ist wirksam und kostengünstig und alles, was man spät macht, wird teuer und wirkt oft nicht mehr", sagte Hilgers. Der Verband fordert, dass im Kinder- und Jugendhilfegesetz Rechtsansprüche der Familien auf familienergänzende frühe Hilfen festgeschrieben werden. Bisher sei das in den Kommunen sehr unterschiedlich und oft von der finanziellen Ausstattung abhängig.

Der Fall des kleinen Kevin in Bremen war ausschlaggebend für Reformen des Kinderschutzes bundesweit. Per Gesetzesänderung 2011 wurde zum Beispiel festgelegt, dass ein Vormund nicht mehr als 50 Mündel betreuen darf. Zuvor war ein Vormund teils für über 200 Fälle zuständig.

dpa


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