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Zahl der Reisebüros in Niedersachsen gesunken

Die wachsende Zahl der Direktbuchungen im Internet macht den Reisebüros in Niedersachsen zu schaffen. Die Zahl der Betriebe sank in den vergangenen Jahren um zehn Prozent, berichtet das Statistische Landesamt.

Hannover. 2002 waren landesweit noch 1318 Betriebe registriert, 2014 waren es nur noch 1194. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank im gleichen Zeitraum von 7302 auf 6643, das ist ein Rückgang von neun Prozent.

Zu erklären sei die Entwicklung mit der zunehmenden Nutzung des Internets, sagte eine Sprecherin des Statistischen Landesamtes. Im vergangenen Jahr nutzten nach einer Erhebung der Statistiker zwei von drei Menschen in Niedersachsen Reisedienstleistungen im Netz - sie buchten Fahrkarten und Unterkünfte oder informierten sich über Reiseziele und Routenplanung.

Inzwischen ist aus Sicht des Deutschen Reiseverbandes (DRV) allerdings auch ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Die Flut der Urlaubsangebote im Internet befördere die Renaissance klassischer Reisebüros, sagte der stellvertretende DRV-Präsident, Ralf Hieke, im Frühjahr. "Ich glaube, viele Kunden fühlen sich bei der Bewertung der zahlreichen Angebote im Internet zunehmend überfordert und kehren aus dem Netz zurück."

Bundesweit sei die Zahl der stationären Reisebüros 2015 gestiegen. Dem DRV zufolge liegt der Online-Anteil an den gebuchten Umsätzen inzwischen bei 35,5 Prozent, vor drei Jahren waren es noch 28,6 Prozent.

Das Wachstum geht einer Studie der Forschungsgemeinschaft Reisen und Urlaub zufolge vor allem auf das Konto von Individualreisenden, die früher ohne Vorausbuchungen in den Urlaub fuhren und jetzt im Netz direkt bei Bahn, Airlines, Reiseveranstaltern, Online-Reisebüros oder Portalen reservieren.

dpa


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