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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius informierte sich in Celle über die Arbeit der Feuerwehr - und ließ sich retten.© Dröse

Sicherheit

Zahl der Fehlalarme um 20 Prozent gestiegen

Die Feuerwehren in Niedersachsen müssen inzwischen deutlich öfter wegen Fehlalarmen ausrücken als früher. Grund dafür sind Rauchmelder, die in Privatwohnungen auslösen, ohne dass es tatsächlich einen Brand gab. Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen 11 700 Fehlalarmierungen, knapp 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Celle. Ein Großteil sei auf Rauchmelderalarme zurückzuführen, teilte das Innenministerium am Montag mit. "In vielen Häusern und Wohnungen wurden bereits 2015 Rauchmelder eingebaut, weil sie ab 2016 gesetzlich verpflichtend sind", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Die Zahl der Einsätze stieg für die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr auch deshalb deutlich an, weil sie Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen leisteten und zahlreiche Unwettereinsätze zu bewältigen hatten. Zu Bränden rückten die Wehren 20 490 Mal aus, das waren 3,4 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr.

Mit Werbekampagnen auch über soziale Medien gelang es den Freiwilligen Feuerwehren, die Mitgliederzahlen fast stabil zu halten. Die Zahl der Frauen stieg weiter, derzeit sind 11,1 Prozent aller rund 125 000 Feuerwehrmitglieder in Niedersachsen Frauen. Die Kinder- und Jugendfeuerwehren haben mit rund 41 000 Mitgliedern mehr Nachwuchs als je zuvor.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) kündigte an, dass das Land rund 80 Millionen Euro in die beiden Brandschutzakademien in Celle und in Loy bei Oldenburg investieren will. Dort wird zusätzliches Personal eingestellt, außerdem werden weitere Unterkünfte gebaut.


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