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Zähne beim Spielen ausgeschlagen: Gericht lehnt Schadensersatz ab

Ausgeschlagene Zähne beim Spielen im Wasser: Das Landgericht Hannover hat am Donnerstag die Klage eines Kindes auf Schadensersatz und Schmerzensgeld abgewiesen.

Hannover/Sarstedt. Der Junge war 2013 in einer Wasserrutsche im Innerstebad in Sarstedt im Kreis Hildesheim verunglückt. Der damals Elfjährige hatte seine neun Jahre alte Spielgefährtin verklagt, mit der er gemeinsam in der Rutsche spielte.

Beide blockierten zusammen die Röhre. Dummerweise rutschte der Junge anschließend mit dem Kopf voran aus der Rutsche in das Becken und schlug mit dem Gesicht auf dem Boden auf. Die beiden mittleren oberen Schneidezähne brachen ab und mussten überkront werden.

Der Unfall sei eine Folge des Spieltriebs der Kinder sowie eines Forschungs- und Erprobungsdrangs, urteilten die Richter. Dabei könne es auch zu unüberlegten und schädigenden Verhaltensweisen kommen, die aber unvermeidbar seien. Kinder und Jugendliche hätten noch kein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für die Folgen ihres Handelns.

Der Junge verlangte den Eigenanteil für die Kronen in Höhe von 518,45 Euro und ein Schmerzensgeld von 5000 Euro. Aus seiner Sicht hatte das Mädchen ihn gegen seinen Willen an den Beinen festgehalten und ihm auch einen Schubs von hinten gegeben.

Die genauen Details der Toberei in der Wasserrutsche konnte das Gericht nicht feststellen. So stritten sich die Parteien darüber, ob sie zu zweit oder zu dritt in der Rutsche waren, weil möglicherweise auch der Bruder des Mädchens mitgespielt hatte. Diese Fragen waren für die Richter letztlich aber unerheblich. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (AZ.: 8 O 80/15).

dpa


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