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Ein Polizeiwagen steht vorm Oberlandesgericht in Celle.© Julian Stratenschulte/Archiv

Prozesse

Wolfsburger Islamisten legen Revision ein

Die zu Haftstrafen verurteilten Syrien-Heimkehrer aus Wolfsburg wollen das Urteil des Oberlandesgerichts Celle anfechten. Eine Gerichtssprecherin sagte am Mittwoch, die Verteidiger beider Angeklagten hätten Revision eingelegt.

Celle. Im Fall des 27-jährigen Ayoub B. habe auch die Bundesanwaltschaft Revision eingelegt. Darüber hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Ayoub B. und der ein Jahr jüngere Ebrahim H. B. waren im vergangenen Jahr nach Syrien aufgebrochen und unterstützten dort die Terrormiliz Islamischer Staat. Rund drei Monate später kehrten sie nach Niedersachsen zurück.

 Der Celler Staatsschutzsenat hatte den 27-Jährigen am 7. Dezember zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Der 26-Jährige soll nach dem Willen der Richter eine dreijährige Gefängnisstrafe verbüßen. Jetzt wird der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Urteile überprüfen.

 Die beiden Deutsch-Tunesier gehörten zur sogenannten Wolfsburger Zelle, in der Dutzende radikalisierte junge Männer von einem fanatischen Prediger zur Ausreise nach Syrien getrieben wurden. Nach eigener Aussage wollten die beiden nicht kämpfen, sondern wurden zwangsrekrutiert. Der 27-Jährige war als Krankenwagenfahrer bei Kämpfen im Irak dabei, der 26-Jährige machte sich als Selbstmordattentäter auf den Weg nach Bagdad, zu einem Anschlag durch ihn kam es dann aber nicht.

dpa


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