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815 Millionen Euro sollen 2015 in den Wohungsbau investiert werden.

815 Millionen Euro sollen 2015 in den Wohungsbau investiert werden. © Daniel Reinhardt/Archiv

Wohnungspolitik

Wohnungswirtschaft kündigt Bau-Offensive an

Viele Niedersachsen drängen vom Land in die großen Städte. Dort fehlt oftmals genügend preiswerter Wohnraum. Leidtragende sind Flüchtlinge und andere Menschen mit wenig Geld. Nun soll etwas passieren.

Göttingen. Mit einer Bau-Offensive will die Wohnungswirtschaft dem Mangel an preiswertem Wohnraum in Ballungsgebieten begegnen. Dazu wollen die 168 Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen in diesem Jahr gut 815 Millionen Euro investieren, 200 Millionen Euro mehr als 2014. Das kündigte Verbandsdirektor Heiner Pott am Mittwoch in Göttingen an.

Der Verband will bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Zuwanderern durch raschen Neubau helfen, sagte Pott. Dazu seien aber auch mehr öffentliche Wohnraumförderung, beschleunigte Planungsverfahren und ein Aussetzen baurechtlicher Anforderungen hilfreich.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, angesichts der drastisch gestiegenen Flüchtlingszahlen gebe es einen großen Bedarf an neuem Wohnraum. Die derzeitigen Notunterkünfte für Asylbewerber seien nur Provisorien. "Ausreichend bezahlbare Wohnungen in den Ballungsgebieten - das hat Priorität", sagte Weil bei der Tagung des Verbandes in Göttingen.

Auf preiswerten Wohnraum seien nicht nur Flüchtlinge, sondern auch andere Menschen mit kleinem Geldbeutel angewiesen, erklärte Weil. Schon seit Jahren drängten immer mehr Niedersachsen vom Land in die größeren Städte. Es dürfe nicht die Situation entstehen, dass Geringverdiener den Eindruck bekämen, die Aufnahme von Flüchtlingen gehe zu ihren Lasten.

Weil verwies darauf, dass das Land bereits ein Sonderprogramm über 400 Millionen Euro aufgelegt habe - die landeseigene N-Bank soll das Geld als zinslose Darlehen an Wohnungsbauunternehmen weitergeben. So könnten etwa 5000 Wohnungen in Ballungsräumen entstehen. Der Ministerpräsident kündigte auch an, dass das Land prüfen werde, ob die Vergabeverfahren beschleunigt und die Bauordnung so geändert werden könne, dass alles schneller gehe.

dpa


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