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Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). © Peter Steffen

EU

Wirtschaftsminister sieht Brexit als historischen Fehler

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat das Ergebnis des britischen EU-Referendums als schweren historischen Fehler bezeichnet. Die Folgen für Europa seien noch nicht absehbar, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Hannover.

Hannover. "Wir müssen jetzt alle Anstrengungen unternehmen, um die Europäische Union zu stärken."

Dazu gehöre auch, dass die EU die Bürger in den einzelnen Mitgliedstaaten "besser mitnehmen" müsse. "Für mich gibt es keinen Zweifel, dass die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und dem übrigen Europa Schaden nehmen werden", sagte Lies. Auch die Unternehmerverbände Niedersachsen warnten vor wachsenden Kosten.

In Zahlen bedeute der Brexit-Beschluss für die niedersächsische Wirtschaft, dass Exporte im Wert von rund 7 Milliarden Euro und Importe im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro künftig unter neuen Rahmenbedingungen abgewickelt würden, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Müller. Alle Vorteile der EU einschließlich des freien Warenverkehrs stünden zur Disposition.

Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) ist Großbritannien nach den Niederlanden das zweitwichtigste Exportziel niedersächsischer Güter. Der größte Anteil mit rund 3,6 Milliarden Euro entfiel auf den Fahrzeug-Export. Rund 31 Prozent des Importvolumens aus Großbritannien nach Niedersachsen machten Erdöl- und Erdgaseinfuhren aus.

dpa


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