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Stephan Weil (SPD) bei einem Rundgang über den Großen Basar in Teheran.

Stephan Weil (SPD) bei einem Rundgang über den Großen Basar in Teheran. © Marco Hadem

International

Weil beendet Reise in den Iran mit gemischten Gefühlen

Auf seiner fünftägigen Reise in den Iran hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil deutliche Anzeichen des Wandels festgestellt - aber auch Grenzen etwa in der Frage der Pressefreiheit.

Teheran. Als Beispiel für den Wandel nannte er die hohe Zahl an weiblichen Studenten. "Deshalb ist damit zu rechnen, dass Frauen in Zukunft auch mehr wichtige Positionen einnehmen werden", sagte der SPD-Politiker kurz vor seiner Rückkehr in Teheran. Nach dem Ende der internationalen Sanktionen gebe es durchaus Anzeichen dafür, dass das Land sich öffne. Weil ist der erste deutsche Ministerpräsident, der der Islamischen Republik einen Besuch abgestattet hat.

Die wachsende Zahl der Studentinnen sei nur ein Beispiel für die spürbare Modernisierung des Landes und dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es etwa in der Frage der freien Meinungsäußerung und Pressefreiheit noch immer Grenzen gebe, "die wir aus unserer Sicht für inakzeptabel halten". Trotzdem dürfe man Gesellschaft und politisches System "nicht eins zu eins mit unseren Maßstäben messen". Insgesamt stellte Weil fest: "Es tut sich gerade einiges."

Für Weil bleibt der 80-Millionen-Einwohner-Staat Iran ein überaus wichtiger Partner mit großen Perspektiven für Handel und Wirtschaft. Derzeit gebe es aber trotz des Atomabkommens noch immer Blockaden, etwa auf dem Bankensektor, die die Entwicklung bremsten.

dpa


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