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Notfälle

Wanderer wollen nicht von Helikopter gerettet werden

Zwei Touristen sind während einer Wattwanderung in der Nordsee in eine Notlage geraten, wollten sich aber nicht von einem Rettungshubschrauber an Land fliegen lassen.

Hannover. Das berichtete Wattführer Matthias Schulz aus Butjadingen am Mittwoch. Er war den beiden am Sonntag vor Tossens zu Hilfe gekommen.

Der Mann und die Frau seien sich ihrer Notsituation überhaupt nicht bewusst gewesen, sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur. Seine Kollegin hatte die zwei Urlauber weit draußen im Watt gesehen und beobachtet, dass die Flut schon zurückkam. Daraufhin hatte sie die Rettungskräfte verständigt und den erfahrenen Wattführer Schulz angerufen.

Als Schulz bei den beiden ankam, hätten sie schon etwa bis zu den Knien im Wasser gestanden. Trotz Appellen der Rettungskräfte, die mit dem ADAC-Rettungshubschrauber ins Watt kamen, blieben die Touristen stur. Dass eine Notsituation vorliege, hätten sie nicht zur Kenntnis genommen, sagte Schulz: "Die waren total uneinsichtig."

Am Ende habe der jungen Frau das Wasser fast bis zur Brust gestanden, als der Wattführer die beiden Urlauber durch Priele zurück zum Festland führte. Die Flut kommt nahe Tossens nach Angaben von Schulz schnell zurück: Innerhalb von zwanzig Minuten einen halben Meter.

dpa


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