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Vogel stoppt Intercity: Zugwechsel auf offener Strecke

Vogelschlag gefährdet nicht nur den Flug, sondern auch den Zugverkehr. In Niedersachsen kam ein IC jäh zum Halt. Über 400 Passagiere mussten auf freier Strecke in einen anderen Zug umsteigen.

Immensen. Ein Vogel hat auf der Bahnstrecke Hannover-Berlin einen IC-Zug gestoppt. Das Tier kollidierte offensichtlich mit dem Stromabnehmer der Lok, wodurch es zu einem Kurzschluss kam, wie die Deutsche Bahn am Freitagabend mitteilte. Die Untersuchungen liefen aber noch, sagte eine Bahnsprecherin am Samstag. Es seien 430 Passagiere betroffen gewesen.

Der IC 1216 war auf dem Weg von Stuttgart nach Berlin. Die Fahrt endete nach dem Vogelschlag bei Bahnkilometer 233,4 zwischen Lehrte und Immensen-Arpke. Der Zug sei evakuiert worden, so die Sprecherin. Die Passagiere mussten über Stege in den ICE 943 umsteigen, der dann um 20.08 Uhr seine Fahrt nach Berlin fortsetzte. Er hatte gut 100 Minuten Verspätung. Verletzte gab es nicht.

Der Unfall geschah der Bahn zufolge gegen 18.15 Uhr. Beide Gleise seien wegen der Züge blockiert gewesen. Gegen 22.00 Uhr war die Strecke Hannover-Lehrte-Wolfsburg wieder komplett frei befahrbar. Den mit dem Vogel kollidierten Zug schleppte eine Diesellok nach Hannover, mehrere andere Züge wurden laut Bahn über Braunschweig umgeleitet.

Eine Untersuchung der Oberleitungen - auch mit Testfahrten - ergaben nach Angaben der Bahn keine weiteren Schäden. "Alles wieder in Ordnung", hieß es wenige Stunden nach dem Vorfall. Auf welchen Vogel die Havarie zurückgeht, ist noch unbekannt.

dpa


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