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Junge Seehunde warten auf ihre Fütterung.

Junge Seehunde warten auf ihre Fütterung. © Ingo Wagner/Archiv

Tiere

Vier "Heuler" beginnen ihr Leben in freier Wildbahn

Die ersten vier aufgepäppelten Seehunde in diesem Jahr sind auf der Nordseeinsel Juist in die freie Wildbahn entlassen worden. Die "Heuler" Olli 9, Tristan, Hauke und Frida krochen am Donnerstagabend mal forsch, mal zögernd aus ihren Körben ins Meer.

Juist/Norddeich. Zwischen 46 und 96 Tage verbrachten die vier Jungtiere zuvor auf der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden, weil sie von ihren Müttern getrennt worden waren. Mit totem Fisch wurden sie gestärkt und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Insgesamt haben die Mitarbeiter der Station in diesem Jahr 177 sogenannte Heuler auf dem Festland geborgen: Seehund-Jungtiere, die von ihrer Mutter getrennt wurden. "30 davon mussten wir einschläfern, weil sie schwere Verletzungen erlitten hatten", sagte Stationsleiter Peter Lienau am Donnerstag. Bis Ende Oktober sollen alle 147 überlebenden Seehunde nach und nach ausgesetzt werden.

Die Tiere werden in den ersten Wochen ihres Lebens von der Mutter in kurzen Intervallen im Niedrigwasser gesäugt. "Häufig werden sie dabei vom Menschen gestört, etwa durch ungeführte Wattwanderer oder Sportboote", erklärte Lienau. Dadurch erhalten die Jungtiere nicht genug Nahrung und können bei Stürmen oder schwerem Seegang nicht mehr mit der Mutter mithalten. Werden sie geborgen, verbringen sie durchschnittlich 60 Tage in der Station.

dpa


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