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Ein ICE von der DB fährt durch Fallersleben bei Wolfsburg.

Ein ICE von der DB fährt durch Fallersleben bei Wolfsburg. © Julian Stratenschulte/Archiv

Verkehr

Verpasster ICE-Halt: Pro Bahn fordert Stopps in Wolfsburg

Die Nachricht, dass ein ICE an Wolfsburg vorbei gerauscht ist, entlockt vielen nur noch ein Schmunzeln. Für Reisende sind Umwege und Verspätungen aber ein Ärgernis. Während die Bahn nach Ursachen forscht, wird die Forderung nach mehr Stopps in der VW-Stadt laut.

Wolfsburg. Nachdem erneut ein ICE ohne Halt an Wolfsburg vorbei gerauscht ist, fordert der Fahrgastverband "Pro Bahn" häufigere Stopps in der Stadt. "Eine Lösung für das Problem wäre, dass jeder Zug von und nach Berlin auch in Wolfsburg hält", sagte "Pro Bahn"-Sprecher Karl-Peter Naumann der Deutschen Presse-Agentur. Der menschliche Fehler passiert nur, wenn unklar ist, ob die VW-Stadt Zwischenhalt ist", meinte Naumann. Am Sonntag hatte zum wiederholten Mal ein ICE mit fahrplanmäßigen Halt in der niedersächsischen Stadt nicht angehalten. "Das Problem gibt es auch andernorts, Wolfsburg ist aber mittlerweile das prominenteste Beispiel", so Naumann.

Am Sonntag bemerkte das Zugpersonal das Missgeschick offensichtlich und legte außerplanmäßig einen Stopp in Stendal in Sachsen-Anhalt ein. Dort konnten die Reisenden dann umsteigen. Es werde derzeit geklärt, warum der Zug nicht hielt, sagte eine Bahn-Sprecherin am Montag. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Betroffenen. Auch in diesem Fall würden die Fahrgastrechte vollumfänglich gelten.

Auch wenn es in Wolfsburg in den vergangenen Jahren mindestens fünf Mal vorgekommen ist, bleibt das versehentliche Auslassen eines Halts laut Bahn eine Ausnahme. Erst im September hatte ein ICE den Bahnhof aufgrund eines technischen Defekts verpasst. Der Zug kam hinter dem Bahnsteig zum Halten und konnte zurücksetzen.

Auf die Frage, ob es für wartende Passagiere am Gleis nicht gefährlich sei, wenn ein Zug einfach durchfährt, verwies die Bahnsprecherin auf Warnhinweise und die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit. "Eine entsprechende Warnung gibt es leider nicht mehr immer überall", kritisierte "Pro Bahn"-Sprecher Naumann. In dem Wolfsburger Fall handele es sich um bahnbetriebliche Aspekte, für deren Sicherheitsvorsorge das Unternehmen zuständig sei, hieß es auf nach Nachfrage von der Bundespolizei.

dpa


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