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Herbert Diess.

Herbert Diess. © Sebastian Gollnow/Archiv

Auto

VW informiert Belegschaft über Zukunftspakt-Verhandlungen

VW-Markenchef Herbert Diess hat die Dringlichkeit für grundlegende Reformen bei der gewinnschwachen Pkw-Kernmarke unterstrichen. "Volkswagen steht für sehr hochwertige Produkte und bei Kunden beliebte Fahrzeuge - jedoch verdient das Unternehmen mit ihnen derzeit kaum Geld.

Wolfsburg. Das wiederum wird dringend benötigt, um Investitionen in die Zukunftsthemen zu stemmen", schrieb der Manager in einer gemeinsamen Information von Unternehmen und Betriebsrat, die VW am Dienstag an die Belegschaft verteilte. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Es nennt erstmals auch Details zu den Arbeitsgruppen, in denen die Arbeitgeberseite und der Betriebsrat den Zukunftspakt festzurren wollen, der den Wandel der Marke regelt.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh betonte in dem zweiseitigen Papier: "Klar ist: Es geht beim Zukunftspakt nicht um Tarifverträge, sondern um die Zukunft unserer Arbeit." Im Fazit des Schreibens heißt es zum Ende: "Neben einer nachhaltigen Rendite steht auch die Sicherheit der Arbeitsplätze im Mittelpunkt." Im Frühling war bekannt geworden, dass es im Management Pläne für einen Abbau von mehr als 3000 VW-Verwaltungsstellen gibt. Diese Streichungen wären etwa über Altersteilzeit trotz einer laufenden Beschäftigungssicherung möglich.

Erstmals sind nun auch Details der sechs Arbeitsgruppen bekannt, die den Zukunftspakt bis Ende des Jahres ausarbeiten sollen: Jeder Arbeitsgruppe sitzt ein Vorstand oder Topmanager vor. Die Themen der Gruppen und ihre Leiter heißen im Einzelnen: Fahrzeugbau (Thomas Ulbrich), Komponente (gemeint sind zentrale VW-eigene Bauteilgruppen wie Fahrwerke, Thomas Schmall), Entwicklung (Frank Welsch), Verwaltung (Arno Antlitz), Value Engineering (Profitabilität über den gesamten Lebenszyklus eines Autos, Jörg Teichmann), personelle Transformation (nötige Veränderungsprozesse auf der Personalseite, Martin Rosik).

Den Arbeitsgruppen sind Steuerkreise übergeordnet, in denen auch der Betriebsrat sitzt. "Als Leiter des übergreifenden Projektmanagements koordinieren Hartmut Rickel auf Unternehmensseite und Gunnar Kilian vom Betriebsrat die Verhandlungen. Regelmäßig werden Zwischenstände im Markenvorstand und Gesamtbetriebsausschuss beraten", heißt es.

dpa


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