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Ein Transparent hängt am Kraftwerk des VW Werks in Wolfsburg.

Ein Transparent hängt am Kraftwerk des VW Werks in Wolfsburg. © Peter Steffen

Auto

VW-Skandal: Umweltverbände fordern Konsequenzen

Umweltverbände haben nach der Ausweitung des VW-Abgas-Skandals Konsequenzen gefordert und sehen dabei auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in der Pflicht.

Berlin/Wolfsburg. Dobrindt überlasse es noch immer anderen, das wahre Ausmaß der Affäre zu enthüllen, kritisierte der Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser am Mittwoch. "Der Minister muss endlich einen plausiblen Plan vorlegen, wie die Bevölkerung vor den Lügen der Autoindustrie geschützt werden kann."

Volkswagen hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass es auch Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten und damit beim Spritverbrauch gibt. Bei dem Abgas-Skandal war es bisher nur um Stickoxid-Grenzwerte gegangen. Das klimaschädliche Kohlendioxid (CO2) gilt als Haupt-Verursacher des Treibhauseffekts.

"Offensichtlich sorgt sich VW weit mehr um seinen Profit als um die Bedrohung des Klimawandels", sagte Moser. "Es ist kein Wunder, dass der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors seit 2006 auf hohem Niveau stagniert, wenn Autos nur auf dem Papier sauberer werden."

Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller sagte, die neuen Erkenntnisse bei dem Autobauer seien zugleich erschreckend und ermutigend. "Ermutigend, weil der Konzern langsam ernstzumachen scheint mit dem Trockenlegen des Betrugs-Sumpfes." Erschreckend sei jedoch die Art und Weise, wie Verkehrsminister Dobrindt derzeit agiere. "Sein Aufklärungseifer grenzt an Arbeitsverweigerung, indem er bisher keinerlei aufklärenden Beitrag zu den Enthüllungen geleistet hat."

dpa


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