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Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Matthias Müller (r.).

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Matthias Müller (r.). © Marijan Murat/Archiv

Auto

VW-Aufsichtsrat sucht neue Finanzstrategie in Abgas-Affäre

Die zukünftige Finanzstrategie von Volkswagen beschäftigt am Freitag den Aufsichtsrat von Europas größtem Autobauer bei einer erneuten Krisensitzung in Wolfsburg.

Wolfsburg. Das 20-köpfige Gremium saß seit dem Morgen in einem von der Öffentlichkeit abgeschotteten Bürogebäude auf dem Gelände des Stammwerks zusammen.

Nach Jahren des Wachstums hat sich die Finanzlage bei VW infolge der weltweiten Abgas-Krise eingetrübt. Dem Konzern drohen Milliardenkosten wegen notwendiger Nachrüstungen von Fahrzeugen sowie Strafzahlungen. Der neue Vorstandschef Matthias Müller hatte bereits kurz nach seiner Amtsübernahme angekündigt, daher alle Investitionen auf den Prüfstand stellen zu wollen. Noch vor einem Jahr hatte Volkswagen bis 2019 Ausgaben von 85,6 Milliarden Euro angepeilt.

Offen blieb zunächst, wie groß die Kürzungen ausfallen werden. Aus dem Umfeld des Aufsichtsrates hieß es, dass sie wohl nicht im zweistelligen Milliardenbereich liegen werden: "Es bleibt wichtig, die richtige Balance zwischen Sparen und Investieren zu finden."

Schon am Donnerstagabend hatte sich in Wolfsburg mehrere Stunden lang das dem Aufsichtsrat vorgeschaltete Präsidium mit den Finanzplanungen befasst. Bei der Sitzung war es bis in die Nacht hinein auch um die Aufarbeitung der Abgas-Manipulationen gegangen.

dpa


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