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Prozesse

Urteil im Mordprozess gegen Familienvater erwartet

Das Landgericht Göttingen will am Mittwoch das Urteil im Prozess um den Tod zweier kleiner Kinder verkünden. Die Staatsanwaltschaft hatte für den wegen zweifachen Mordes angeklagten Vater Freispruch wegen Schuldunfähigkeit gefordert.

Göttingen. Der psychisch kranke Mann solle aber im Maßregelvollzug untergebracht werden.

Im Mai hatte die Staatsanwaltschaft noch 13 Jahre Gefängnis für den Mann gefordert. Nach dem Plädoyer der Anklage kamen dem Gericht aber Zweifel, ob der Vater wirklich schuldfähig ist. Ein weiterer Gutachter wurde hinzugezogen - er befand im Gegensatz zum ersten Sachverständigen, der psychisch kranke 32-Jährige habe die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen.

Der Mann aus Wieda im Südharz hatte gestanden, seine drei Jahre alte Tochter und den sechs Jahre alten Sohn im September 2013 betäubt beziehungsweise mit einem tiefen Schnitt in den Hals verletzt und dann das Haus der Familie mit Benzin angezündet zu haben, weil seine Ehefrau sich von ihm trennen wollte. Die Kinder waren an Rauchvergiftungen gestorben.

Der 32-Jährige habe die Taten zwar im Zustand der Schuldunfähigkeit verübt, meinte die Staatsanwaltschaft. Wegen einer Depression und seiner geringen Frustrationstoleranz sei der 32-Jährige aber eine Gefahr für die Allgemeinheit. Wenn etwas nicht nach seinen Wünschen laufe oder er Kränkungen ausgesetzt sei, könne er sich nicht mehr steuern.

Die Verteidigung, die ebenfalls auf Freispruch plädierte, meinte im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft, eine Therapie des 32-Jährigen sei auch in der normalen Psychiatrie möglich.

dpa


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