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Unwetter wüten über Niedersachsens Südosten

Heftige Unwetter haben auch am Freitag für Zerstörung in Teilen von Niedersachsen gesorgt. Am Samstag sollen die Unwetter überwiegend in Richtung Süddeutschland ziehen.

Hannover. Starker Regen und heftige Gewitter sind am Freitagabend erneut über Niedersachsen gezogen. Betroffen waren vor allem der Süden und Osten des Landes. In Sehnde in der Region Hannover musste die Feuerwehr rund 50 Mal ausrücken. Zahlreiche Keller waren vollgelaufen und Straßen überflutet. In Peine schlug gleich mehrfach der Blitz ein, eine Gartenlaube fing dabei Feuer.

Auch in Hannover und rund um Braunschweig gab es heftigen Regen und Gewitter. "Besonders schlimm hat es die Samtgemeinde Sickte erwischt", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Braunschweig am Abend. Auch dort standen Keller unter Wasser, Äste und umgefallene Bäume blockierten die Straßen. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Warnung für Niedersachsen heraus. In Hannover traf es Sehnde besonders hart. 

Bereits am Donnerstagabend war vor allem der Osten und Südosten des Landes Schauplatz von Unwettern. In Bad Gandersheim wurden mehrere Straßen überschwemmt. Nach Polizeiangaben fielen in weniger als einer Stunde 60 Liter Regen. Bundesstraßen waren teilweise voll gesperrt. Ein Auto wurde von den Wassermassen mitgerissen.

In Helmstedt flutete nach Feuerwehrangaben ein monsunartiger Regenguss einen Supermarkt. Ein Teil des Marktes stand am Donnerstagabend rund zehn Zentimeter unter Wasser.

Wegen der momentan kaum vorhandenen Luftströmung kämen die Gewitter so gut wie nicht voran und blieben über den Orten stehen, sagte Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst. Dadurch gebe es enorme lokale Regenfälle. Fachleute bezeichnen diese lokal eng begrenzten Sturzfluten als "Flash Floods". Die warmen Luftmassen kommen bei der jetzigen Wetterlage aus Nordafrika und haben über dem Mittelmeer viel Feuchtigkeit aufgenommen, erläuterte Anger. "Dann haben wir viel Wasser in der Atmosphäre, und das kann auch alles aus den Gewittern herausfallen." Für den Freitag sei für ganz Niedersachsen mit solchen Unwettern zu rechnen. Am Wochenende dürften aber die Gewitter bis auf Ausnahmen an der Ems und in Südniedersachsen nach Süddeutschland abwandern.

dpa


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