Navigation:
Niedersachens Umweltminister Stefan Wenzel (Die Grünen).

Niedersachens Umweltminister Stefan Wenzel (Die Grünen). © Sebastian Gollnow/Archiv

Atomkraft

Umweltminister Wenzel: Es wird kein Endlager Gorleben geben

Nach der Überzeugung von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel wird es in Gorleben kein Endlager für Atommüll geben. "Wir haben jetzt die Chance, 40 Jahre Irrweg hinter uns zu lassen", sagte der Grünen-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag).

Hannover. Der Abschlussbericht der Endlagerkommission untermauere die Ansicht der Landesregierung, wonach die alten Pläne der Atomindustrie und früherer Regierungen Makulatur seien: "Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Wahl eines Endlagerstandortes dennoch auf Gorleben fiele."

Schon geologische Gründe sprächen gegen den Standort, betonte Wenzel. Benötigt werde ein möglichst mächtiges und vollständiges Deckgebirge über dem Salzstock, um zu verhindern, dass Wasser in den Endlagerstandort eindringt. "Die Landesregierung geht davon aus, dass man Standorte mit einem günstigeren Deckgebirge als Gorleben finden kann, so dass der Standort Gorleben in einem weiteren Suchverfahren ausgeschlossen werden kann", sagte der Minister der Zeitung.

Die Endlagerkommission des Bundestags hatte kürzlich nach zweijährigen Beratungen Kriterien für die Suche nach einem sicheren Standort für die strahlende Hinterlassenschaft der Atomindustrie festgelegt. Auch der seit Jahrzehnten erkundete Salzstock in Gorleben kommt demnach weiter als mögliches Endlager infrage. Entscheiden sollen letztlich Bundestag und Bundesrat.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Alt-Kanzler Gerhard Schröder fordert lokale Firmen auf, Hannover 96 mehr Geld zu geben. Was halten Sie davon?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie