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So wie hier im Vorraum der Sparkasse in Mönchengladbach-Venn, haben Unbekannte am Silvestertag auch in Cloppenburg wieder einen Geldautomaten gesprengt. Foto: Titz/dpa

Kriminalität

Trotz Festnahme: Wieder Geldautomat gesprengt

Kurz vor Weihnachten nahm die Polizei drei Männer fest, die etliche Geldautomaten in Niedersachsen gesprengt haben sollen. Dennoch reißt die Serie der Taten nicht ab: Am Silvestertag flog erneut ein Automat im Kreis Cloppenburg in die Luft. Die Anwohner sind geschockt.

Cloppenburg. Erneut haben Kriminelle im Kreis Cloppenburg zwei Geldautomaten attackiert. Ein Automat im Saterland wurde in der Nacht zum Silvestertag gesprengt. Wie viel Geld dabei erbeutet wurde, war von der Polizei nicht zu erfahren. Die Anwohner in Ramsloh seien durch die Wucht der Detonation aus ihren Betten gerissen worden und stünden unter Schock, teilte die Polizei in Cloppenburg mit. Die Täter flüchteten mit einem Auto.

Bei einem weiteren Automaten in der Cloppenburger Innenstadt rückten die Räuber von ihrem Vorhaben wieder ab und flüchteten ohne Geld. Dort entdeckte eine Streife der Polizei eine Gasflasche und einen Schlauch, der in die Geldausgabe führte. Aus Sicherheitsgründen wurde zunächst die Feuerwehr alarmiert, die in dem Raum die Luftwerte maß.

Damit reißt die Serie der Geldautomaten-Sprengungen nicht ab, obwohl kurz vor Weihnachten drei junge Männer aus den Niederlanden festgenommen wurden und in Haft kamen. Sie sind zwischen 19 und 25 Jahre alt und stehen im Verdacht, für eine Reihe ähnlicher Taten verantwortlich zu sein. Die Ermittler schlugen in Winsen/Luhe zu, als die Männer ein Auto nutzen wollten, das die Polizei als möglichen Tatwagen überwacht hatte. Mitte Dezember war in Niedersachsen eine zehnköpfige Soko eingerichtet worden, nachdem es in diesem Jahr schon rund 30 Sprengungen von Geldautomaten gab. Nach Angaben des Landeskriminalamtes sind derzeit bundesweit mehrere Gangster-Gruppen aktiv, die teils sehr rabiat vorgehen. In Nordrhein-Westfalen etwa bezifferten die Ermittler den Schaden durch die Taten für die vergangenen Monate auf rund vier Millionen Euro. dpa


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