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Trennung beim "Trauermarsch"

Bei dem von Neonazis angekündigten "Trauermarsch" am Sonnabend in Bad Nenndorf wollen Behörden und Polizei verhindern, dass Rechtsextremisten und Gegendemonstranten direkt aufeinandertreffen.

Bad Nenndorf. Der Landkreis Schaumburg habe verfügt, dass die Veranstaltungen "zeitlich und räumlich entzerrt werden", sagte eine Behördensprecherin am Dienstag dem epd. Der Aufmarsch darf demnach erst um 12 Uhr beginnen und damit später als von den Anmeldern geplant. Die Kundgebung am Bad Nenndorfer Wincklerbad muss bis 15.30 Uhr beendet sein. Erst danach dürften die Gegendemonstranten dorthin ziehen, sagte die Sprecherin weiter.

Die vom Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" angemeldete Gegenveranstaltung beginnt am Vormittag mit einer Kundgebung am Jüdischen Mahnmal - der Gedenkstein der Jüdischen Gemeinde war in der Nacht zum Montag von Unbekannten mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Bereits für 9 Uhr haben die Kirchen zu einem Ökumenischen Gottesdienst in den Kurpark eingeladen.

Der Landkreis Schaumburg geht davon aus, dass sich rund 300 Neonazis aus dem In- und Ausland an dem Marsch beteiligen. Der DGB rechne mit bis zu 2.000 Teilnehmern an der Gegenveranstaltung. Gegner der Neonazis planen für Sonnabend auch Fahrrad-Konvois aus mehreren Orten in der Umgebung nach Bad Nenndorf. Seit 2006 marschieren Rechtsradikale aus dem In- und Ausland jeden Sommer durch Bad Nenndorf zum Wincklerbad. Dort befand sich von 1945 bis 1947 ein britisches Verhörzentrum und Militärgefängnis für Nationalsozialisten, in dem es auch zu Misshandlungen kam.


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