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Kriminalität

Tödliche Familiendramen oft Folge von Konflikt-Trennungen

Tödliche Familiendramen wie das in der Region Hannover werden oft durch eine konflikthafte Trennung der Eltern ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kommt die Rechtswissenschaftlerin Theresia Höynck von der Uni Kassel, die längere Zeit zu sogenannten erweiterten Suiziden geforscht hat.

Hannover. Meist seien Männer die Täter. Dass auch Frauen sich zusammen mit ihren Kindern umbrächten, sei eher selten der Fall, sagte Höynck am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Täter sind nach ihren Erkenntnissen in allen sozialen Schichten zu finden. Dies hänge mit dem Auslöser der Taten zusammen. "Das sind diese überhaupt nicht verarbeiteten Trennungen, die damit etwas zu tun haben, dass Menschen in ihrem Selbstbild, in ihrem Lebenssinn, in ihrer Fähigkeit, Konflikte adäquat zu lösen, völlig desorientiert werden und Sachen tun, die sie und andere ihnen niemals zugetraut hätten", sagte Höynck. Fälle, in denen die Mutter auch den Ehepartner töte, seien allerdings eine große Ausnahme.

Die Wissenschaftlerin sagte, Eltern seien gefährlicher für ihre Kinder als Fremde, die ihnen auf der Straße auflauerten. "Tötungsdelikte haben fast immer einen familiären Hintergrund." Müttern und Vätern, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgten, sei das oft nicht bewusst, weil sie sich einen Mord am eigenen Kind nicht vorstellen könnten.

dpa


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