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Niedersachsen Tippfehler im Flugzeug: Atomkraftwerke im Norden evakuiert
Nachrichten Niedersachsen Tippfehler im Flugzeug: Atomkraftwerke im Norden evakuiert
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12:59 11.03.2018
R.Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) spricht auf dem politischen Aschermittwoch. Quelle: Andreas Gebert
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Kiel

Der Grünen-Politiker nannte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag Einzelheiten zu dem "Renegade"-Terroralarm vom Montag, der bundesweit ausgelöst worden sei. Über den Vorgang hatten am Mittwoch bereits Medien in Niedersachsen berichtet.

Der Pilot der von den britischen Inseln gekommenen Maschine habe fälschlicherweise den für Terrorfälle bestimmten Code eingegeben, sagte Habeck. Damit sei der Lufthansa-Zentrale gemeldet worden, das Flugzeug sei entführt worden oder außer Kontrolle geraten. "Darauf ist eine deutsche Fliegerstaffel aufgestiegen und eine belgische Staffel, die schon in der Luft war, hat das Flugzeug abgeschirmt. Nach einer halben Stunde hat sich alles aufgelöst, und man hat den Alarm wieder aufgehoben."

Wäre das Flugzeug entführt worden, hätten die Abfangjäger es abgedrängt, sagte Habeck. Zeitgleich seien die Akws evakuiert worden. "Die nächste Stufe, das wäre das Herunterfahren der Kraftwerke gewesen, hätte rechtzeitig erfolgen können, war aber nicht mehr nötig, weil sich die Sachlage abgeklärt hatte", sagte Habeck. "Insofern zeigt das Ganze, dass die Sicherheitsmaßnahmen greifen, aber auch, dass Flugzeuge in der Zeit, in der wir leben, eine Bedrohung darstellen können und eine absolute Sicherheit nicht garantiert werden kann."

Einen "Renegade"-Alarm gab es schon vor einem Jahr. Damals wurden wegen eines unterbrochenen Funkkontakts zu einem Flugzeug fünf Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein und Niedersachsen kurzzeitig geräumt. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz bekräftigte am Donnerstag die Forderung, alle Atomkraftwerke und Uranfabriken sofort stillzulegen.

dpa

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