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Die Geschwister Patsy und Michael Hull posieren.

Die Geschwister Patsy und Michael Hull posieren. © Friso Gentsch

Tanz

Tanzweltmeister bringen Inklusions-Musical auf die Bühne

Schon seit 2003 arbeiten die früheren Tanzweltmeister Patsy und Michael Hull mit behinderten Menschen. Nun bringen sie ein Inklusions-Musical auf die Bühne.

Osnabrück/Essen. Im Musical "Grand Hotel Vegas" stehen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf der Bühne. Produziert wird das Stück von der Osnabrücker Patsy & Michael Hull Foundation - die früheren Tanzweltmeister arbeiten schon seit 2003 mit behinderten Menschen zusammen.

Am Freitag ist in Essen Premiere, danach wird das Stück unter Beteiligung örtlicher Tanzschulen noch in neun anderen Städten gezeigt, darunter in Bremen (7.10.) und in Osnabrück (4.11.). Beim Finale Ende November im Berliner Tempodrom soll es ein "Best of" aus allen Städten geben, sagte Patsy Hull-Krogull.

Bundesweit machen rund 30 Tanzschulen bei dem Projekt mit. Der eine oder andere Tanzlehrer sei zwar anfangs ein wenig zurückhaltend gewesen, berichtete Patsy Hulls Bruder Michael, der als Juror der RTL-Sendung "Let's Dance" bekannt wurde. "Nachdem sie aber gemerkt haben, wie viel Freude es den Menschen mit Handicap macht und wie viel Freude sie auch zurückgeben, bereuen sie es, dass sie nicht schon früher damit angefangen haben", erzählte der elfmalige Tanzweltmeister.

Das Musical dreht sich um einen Modeschöpfer, der ein neues Top-Model entdeckt: Die kleinwüchsige Frau hinter der Rezeption ist genau die Art Frau, die er für seine neue Kollektion braucht.

Bundesweit machen rund 850 Menschen bei dem Projekt mit. Das feste 80-köpfige Ensemble aus der Region Osnabrück besteht etwa zur Hälfte aus Menschen mit Behinderungen. Je nach Aufführungsort kommen noch bis zu 100 weitere lokale Darsteller auf die Bühne. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Es gehe nicht so sehr darum, dass die Teilnehmer perfekt tanzen lernen, sagt Michael Hull. "Es geht darum, wie man auf sie zugeht, mit ihnen spielt." Die weitaus meisten Behinderten seien wegen des Projekts zum ersten Mal in einer Tanzschule gewesen und hätten mit Begeisterung mitgemacht. Sie hätten durch das Projekt sichtbar an Selbstbewusstsein gewonnen.

Begleitet werden die Aufführungen in einigen Städten von Jobbörsen für Behinderte, an denen sich aufgeschlossene Unternehmen beteiligen. "Sie haben viel Potenzial, und wir wollen das bundesweit bekanntmachen", sagt Michael Hull.

dpa


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