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Der Angeklagte betritt den Gerichtssaal.

Der Angeklagte betritt den Gerichtssaal. © Holger Hollemann

Prozesse

Syrer per Frachtschiff eingeschleust: Prozess

Weil er an dem Einschleusen von mehr als 1000 Flüchtlingen in Frachtschiffen von der Türkei nach Italien beteiligt gewesen sein soll, muss sich ein 34-Jähriger seit Mittwoch vor dem Landgericht Hannover verantworten.

Hannover. Laut Anklage warb der syrische Asylbewerber per Facebook für die Überfahrt mit den Schiffen vom türkischen Mersin aus, die er mit Mittätern organisierte. Ende 2014 nahm das mit 796 Flüchtlingen vollkommen überfüllte Frachtschiff "Blue Sky M" von der Türkei aus Kurs auf Italien und wurde vor Apulien aufgebracht. Kurz darauf brachte der Frachter "Ezadeen" 360 Flüchtlinge bis zur callabrischen Küste.

Pro Flüchtling sollen der Mann und seine Mittäter laut Anklage einen Betrag von 4400 bis 6000 Euro kassiert haben. Das Geld wurde zunächst bei einem Versicherungsbüro in der Türkei hinterlegt und nach der Ankunft der zumeist syrischen Flüchtlinge in Italien an die Bande ausgezahlt. Auf den Schiffen habe es an Wasser und Lebensmitteln gemangelt und die Lage sei unmenschlich und lebensgefährlich gewesen, hieß es in der Anklage. Der Plan der Schleuserbande, weitere Schiffe über das Meer zu schicken, scheiterte wegen des Einschreitens der Sicherheitsbehörden. Der Angeklagte selber hielt sich zuletzt als Asylbewerber in Hannover auf.

dpa


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