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ARBEITSZEIT

Studie: Niedersachsens Lehrer arbeiten zu viel

Niedersachsens Gymnasiallehrer arbeiten laut einer Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Durchschnitt pro Woche drei Stunden und fünf Minuten zuviel. Landesweit kämen damit an Gymnasien etwa 50 000 unbezahlte Überstunden pro Woche zusammen, teilte die Gewerkschaft am Montag bei der Vorstellung der Arbeitszeitstudie mit.

Hannover. Grundschullehrer leisten der Studie zufolge pro Woche eine Stunde und zwanzig Minuten Mehrarbeit. "Damit ist es aus und vorbei mit allen Versuchen in Niedersachsen, die Unterrichtverpflichtung zu erhöhen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt.

Fast ein Jahr lang, von Ostern 2015 bis Ostern 2016, hatten 2869 Lehrkräfte aus 255 Schulen ihre Arbeitszeit auf die Minute genau in einem Zeiterfassungssystem protokolliert. Die Ergebnisse wurden von Wissenschaftlern der Universität Göttingen ausgewertet.

Repräsentativ ist die Erhebung nur für die Lehrkräfte an Gymnasien, Gesamtschulen und Grundschulen. An Haupt-, Real- und Oberschulen sowie an berufsbildenden Schulen beteiligten sich dagegen nicht genug Lehrkräfte.

Die Wissenschaftler legten als Sollwert die 40-Stunden-Woche von Verwaltungsbeamten zugrunde. Hintergrund der Studie: Im Juni 2015 hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden, dass die von der Landesregierung beschlossene Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer von 23,5 auf 24,5 Wochenstunden verfassungswidrig ist. Das Gericht kritisierte unter anderem, dass es bislang keinerlei belastbare und nachvollziehbare Erfassung der Arbeitsbelastung der Lehrer gibt.


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