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Ein Rentner hat schon mehrfach einen Stolperstein vor seinem Haus verlegt.

Ein Rentner hat schon mehrfach einen Stolperstein vor seinem Haus verlegt. © C. Jaspersen/Archiv

Geschichte

Streit um Stolperstein in Emden

Mit seinen Stolpersteinen erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig in Deutschland und Europa an Opfer des Nationalsozialismus. In Emden hat die Verlegung eines solchen kleinen Denkmals für einen kommunistischen Widerstandskämpfer zu Streit geführt.

Emden. Der Besitzer des Hauses, vor dessen Eingang der Stein in den städtischen Bürgersteig eingesetzt wurde, habe zweimal den Stein eigenmächtig umgesetzt, sagte Renate Skoruppa vom Emder Arbeitskreis Stolpersteine am Freitag. Zuvor hatten mehrere Medien über die Auseinandersetzung berichtet.

Der Hausbesitzer war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar, ebenso wenig die Stadt. Berichten zufolge sorgt sich der Hausbesitzer, dass er auf der Messingstein vor seinem Eingang ausrutschen könnte. Außerdem soll er Anstoß daran nehmen, dass eines Kommunisten gedacht wird.

Zum ersten Mal sei Anfang Dezember der Messingblock, der an den 1943 in einem Strafbataillon in Nordafrika gefallenen Johann Wilkens erinnert, von dem Hausbesitzer ausgegraben und an einer anderen Stelle abgelegt worden. "Der Arbeitskreis hat versucht, mit ihm zu sprechen", sagte Skoruppa. Am 1. Februar sei der Stein im Beisein einer Angehörigen Wilkens' ein zweites Mal vom städtischen Bauhof in den Bürgersteig eingelassen worden. Kurz darauf habe der Hausbesitzer den Gedenkstein wieder ausgegraben und an einer anderen Stelle wieder eingesetzt. Man setze nun darauf, dass es Gespräche gibt zwischen dem Mann und der Stadt, sagte Skoruppa.

dpa


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