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Der neue EWE-Chef Matthias Brückmann.

Der neue EWE-Chef Matthias Brückmann. © Carmen Jaspersen

Energie

Streit über Breitbandausbau: EWE droht mit Klage

Im Streit über den Breitbandausbau droht der Energie- und Telekommunikationskonzern EWE mit einer Klage. Der neue EWE-Chef Matthias Brückmann warf der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur vor, den Marktführer Telekom beim angestrebten Ausbau schnellerer Internetverbindungen zu bevorzugen.

Oldenburg. Die Bundesnetzagentur wies die Kritik zurück.

"Wenn die diskriminierende Vorentscheidung so bestätigt wird, werden wir vor dem Bundesverfassungsgericht Klage einreichen. Definitiv", sagte Brückmann der Deutschen Presse-Agentur in Oldenburg. "Uns bliebe doch gar nichts anderes übrig." Auch müsse EWE prüfen, ob Investitionen in dem Bereich dann weiter sinnvoll seien.

Konkret geht es um das sogenannte Vectoring-II-Verfahren, bei dem der regional führende Anbieter unter bestimmten Bedingungen das alleinige Recht erhalten soll, sein Kupferkabelnetz technologisch "aufzurüsten" und schnellere Internet-Verbindungen zu ermöglichen.

Die Bundesnetzagentur wies die Vorwürfe zurück. "Unser Vorschlag stellt angesichts der sehr kontroversen Diskussionen einen fairen Kompromiss dar", sagte Behördensprecher Fiete Wulff. Zudem sollten Mitbewerber, die sich in einem Gebiet bisher in stärkerem Maße bei der DSL-Erschließung engagieren, selber mit Vectoring ausbauen dürfen.

dpa


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