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An vielen Stränden von Nord- und Ostsee wird eine Kurabgabe verlangt.

An vielen Stränden von Nord- und Ostsee wird eine Kurabgabe verlangt. © Angelika Warmuth/Archiv

Tourismus

Strandgebühren: Touristiker sehen Vorteile für Urlauber

Freier Eintritt zum Strand - das geht an Nord- und Ostsee längst nicht überall. Die gescheiterte Klage gegen Strandgebühren sehen Touristiker als Erfolg für die Küstenorte.

Schortens. Strandbesucher dürfen an der niedersächsischen Nordseeküste auch künftig zur Kasse gebeten werden. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg stärkt nach Einschätzung von Touristikern die Praxis der Küstenkommunen, die Gebühren für ihre Serviceleistungen am Strand verlangen. "Die Gerichtsentscheidung bestätigt die bisherige Grundlage von Strandeintritten und kann zudem beispielhaft für andere Streitfälle an Nord- und Ostsee sein", sagte Katja Benke von der Tourismusgesellschaft "Die Nordsee" am Mittwoch in Schortens (Kreis Friesland).

Der Strandzugang ist in Niedersachsen recht unterschiedlich geregelt. Meistens haben dafür Gemeinden die Verantwortung übernommen und verlangen Gebühren im Gegenzug für ihre Leistungen. Dazu zählen etwa der Ausbau der Infrastruktur wie Toiletten und Duschen oder die Reinigung und Bewachung der Badezonen.

"Für die Attraktivität der Nordseeküste sind saubere Strände enorm wichtig", sagte Benke. Das sei für viele Urlauber ein Entscheidungskriterium, vor allem in der Hauptsaison. Mit dem Kurbeitrag oder dem Strandeintritt würden Pacht und Bewirtschaftungskosten finanziert werden.

Die Kläger der Bürgerinitiative "Freie Friesen für freie Strände" kämpfen seit Jahren gegen eingezäunte Strandbereiche mit Kassenhäuschen. Sie berufen sich auf das Bundesnaturschutzgesetz, wonach jedermann das Recht hat, freie und ungenutzte Landschaften zu betreten.

Doch ausgerechnet diese Passage legten die Lüneburger Richter am Dienstag zugunsten der beklagten Gemeinde Wangerland aus. Denn diese nutzt die Fläche und hat sie als kommerzielle Freizeiteinrichtung verpachtet.

Einige Orte haben zwar ihre unansehnlichen Zäune wieder entfernt und damit an positivem Image gewonnen. Fehlende Einnahmen mussten jedoch wieder hereinkommen - in der Folge wurden Parkgebühren oder Mietpreise für Strandkörbe leicht angehoben.

dpa


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