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Stiftung von VW-Aktionären sucht Unterstützung bei Land Niedersachsen

Auf ihrem Weg zu einem möglichen Vergleich mit Volkswagen im Abgas-Skandal sucht die Stiftung geschädigter Anleger nach politischer Unterstützung. Das Land Niedersachsen solle sich für einen Vergleich nach niederländischem Recht einsetzen, appellierte der Stiftungsvorsitzende Henning Wegener in einem Schreiben an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Frankfurt/Hannover. Mit der Zahlung sollten Schadenersatz-Ansprüche von VW-Anlegern abgegolten werden, die infolge der Diesel-Affäre entstanden seien.

"Das Verfahren würde in sehr kurzen Zeiträumen und zu geringen Kosten abgewickelt, während die streitigen Gerichtsverfahren, die die geschädigten Investoren sonst einleiten müssen, jahrelangen Streit und ein enormes Kostenvolumen mit sich bringen", argumentiert Wegener in dem Brief, über den zuerst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag) berichtete. Die Stiftung vertritt nach eigenen Angaben Anleger aus 26 Ländern mit einem noch im Unternehmen verbliebenen Investitionsvolumen von rund 13 Milliarden Euro. Meist handele es sich um Eigentümer von Unternehmensanleihen, die in der Folge des Diesel-Skandals wie auch Aktien an Wert verloren hatten.

Die Stiftung "Volkswagen Investors Claim" schlug VW Vergleichsverhandlungen nach niederländischem Recht vor, deren Ergebnis europaweit angewendet werden könnte. Das Unternehmen hat bislang aber nicht darauf reagiert. Der Beitritt zu der auch von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) unterstützten Stiftung hemmt allerdings nicht die Verjährung der Ansprüche auf Schadenersatz. Zumindest nach deutschem Recht läuft die Frist voraussichtlich am 18. September 2016 ab - ein Jahr nach der Veröffentlichung der ersten Details zu dem Skandal durch Volkswagen.

dpa


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