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Bis zu 15 cm Schnee im Harz.

Bis zu 15 cm Schnee im Harz. © Swen Pförtner/Archiv

Wetter

Starker Schneefall überrascht Autofahrer

In vielen Regionen Niedersachsens haben Schnee und Eis für glatte Straßen gesorgt. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. Im Harz können Wintersportler mancherorts schon Ski und Schlitten ausprobieren.

Braunlage/Hannover. Plötzlich ist der Winter da: Heftige Schneefälle haben am Dienstag in weiten Teilen Niedersachsens erhebliche Verkehrsbehinderungen ausgelöst. Auf den Straßen gab es lange Staus, Bahnstrecken waren gesperrt.

Nach Polizeiangaben kam es auf der Autobahn 2 zwischen Hannover und Dortmund zu kilometerlangen Staus wegen Glätte. Lastwagen kamen an Steigungen nicht voran, besonders betroffen war der Autobahnabschnitt zwischen Wunstorf-Kolenfeld und der Raststätte Auetal. Vielerorts passierten Glätte-Unfälle. Die Räumdienste waren pausenlos im Einsatz. Der Harz verwandelte sich in eine weiße Winterlandschaft, Skifahrer und Rodelfans können auf das Wochenende hoffen.

Auch der Bahn-Verkehr war beeinträchtigt. An mehreren Orten im Raum Hannover mussten Oberleitungen vom Schnee befreit werden. "Seit Montagabend sind Schneeräumkräfte auf Weichen und Gleisen im Einsatz", sagte eine Bahnsprecherin. Bei nassem, schwerem Schnee reichten die Weichenheizungen mitunter nicht aus, erklärte die Sprecherin.

Die Bahnunternehmen erixx und Metronom berichteten von gesperrten Bahnstrecken. So seien die Verbindungen zwischen Lüneburg und Dannenberg und zwischen Lüneburg und Uelzen wegen beschädigter Oberleitungen und umgestürzter Bäume unterbrochen. Erst im Laufe des Mittwochs sollte hier der Verkehr wieder rollen.

Im Laufe des Vormittags zog das Tiefdruckgebiet "Husch" weiter nach Norden. Am Mittag schneite es heftig im Raum Lüneburg und im Wendland.

Autofahrer müssten auch in den nächsten Tagen aufpassen, sagte Benedikt März, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. Wenn der getaute Schnee über Nacht gefriert, wird es gefährlich glatt. Damit sei vor allem im nordöstlichen Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein zu rechnen. In den nächsten Tagen bleibe es bei frühwinterlichen Temperaturen zwischen 2 und 4 Grad, die weiße Pracht bleibe aber an den meisten Orten nicht liegen.

Eine Ausnahme bildet der Harz: Der ungewöhnliche frühe Wintereinbruch verwandelte die höheren Regionen des Mittelgebirges in eine Winterlandschaft. Auf dem Brocken liegen etwa 15 Zentimeter Schnee. Dem DWD zufolge liegt die Schneefallgrenze am Wochenende etwa bei 700 Metern. Damit können vor allem im Raum Braunlage und am Wurmberg Ski und Schlitten ausprobiert werden.

Die Autobahn- und Straßenmeistereien im Norden sehen sich auf weiteren Schnee und Frost gut vorbereitet. Die Vorratslager für Streusalz seien jedenfalls gut gefüllt, sagte die Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Heike Haltermann, in Hannover. In mehr als 110 Depots stünden rund 150 000 Tonnen Salz für den Einsatz bereit. Landesweit sorgen rund 1400 Mitarbeiter mit insgesamt 600 Fahrzeugen im Winter dafür, dass Niedersachsens Straßen frei von Schnee und Eis sind.

dpa


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