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Stahlkocher Salzgitter: Bisher keine Kartellvorwürfe

Deutschlands zweitgrößter Stahlkocher Salzgitter ist nach eigenen Angaben bisher nicht mit den jüngsten Vorwürfen zu einem angeblichen Auto-Stahlpreis-Kartell konfrontiert.

Salzgitter. Der Konzern habe von dem Fall aus den Medien erfahren und nicht von Behörden oder Ermittlern, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Mehr könne er daher zu dem Vorgang und möglichen Vorwürfen nicht sagen.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass das Bundeskartellamt wegen des Verdachts auf Absprachen beim Stahleinkauf Büros von insgesamt sechs Autobauern und Zulieferern durchsucht hatte. Bereits im Juni nahmen Ermittler demnach unter anderem Volkswagen, Daimler und BMW sowie die Zulieferer Bosch und ZF unter die Lupe, wie Sprecher der Konzerne bestätigten. Ein Sprecher des Bundeskartellamts sprach von einem Anfangsverdacht für einen Kartellrechtsverstoß.

Wie das "Handelsblatt" (Mittwoch) berichtet, sollen auch "Unternehmen aus der Stahlindustrie" in die mutmaßlichen Absprachen eingebunden gewesen sein. Damit könnten die Lieferanten nicht nur Geschädigte des Kartells sein, sondern möglicherweise auch Mittäter oder Mitwisser. Das Blatt beruft sich dabei auf "mit dem Verfahren vertraute Kreise".

Stahl ist der wichtigste Rohstoff für die Autoindustrie, Deutschlands größten Wirtschaftszweig. Autobauer sind stets mit mehreren Stahllieferanten in Kontakt, darunter neben Salzgitter etwa Deutschlands Primus Thyssenkrupp und Weltmarktführer ArcelorMittal.

dpa


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