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Schulstart

Stadt will Elterntaxis kontrollieren; Land sucht Lehrer

Flüchtlingszuzüge, Ausweitung der inklusiven Schule und Erweiterung der Ganztagsangebote: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) sieht die Schullandschaft in Niedersachsen trotz großer Herausforderungen insgesamt gut aufgestellt.
„Wir haben ein tolles Bildungsangebot und motivierte Lehrkräfte“, sagte sie gestern bei der Vorstellung der schulischen Schwerpunkte für das Schuljahr 2016/17, das heute für rund 836 000 Schüler in Niedersachsen beginnt.

Hannover. Zum neuen Schuljahr gehen vier neue Integrierte Gesamtschulen an den Start, in Edemissen (Landkreis Peine), in Ihlow (Landkreis Aurich) und in Burgwedel sowie in Isernhagen, beide in der Region Hannover. „Damit erhöht sich die Zahl auf 126 öffentliche Gesamtschulen“, so Heiligenstadt.

An sechs Standorten (Nienburg, Bad Zwischenahn, Lohne und dreimal in Hannover) richtet das Land Oberschulen ein oder werden bestehende Haupt- oder Realschulen zu Oberschulen umgewandelt. In Hannover nennt sich dies Integrierte Stadtteilschule in der Rechtsform einer Oberschule. Es sind dies die Peter-Ustinov-Schule (Oberricklingen), die Pestalozzischule (Anderten) und die Heisterbergschule (Ahlem). Landesweit gibt es mit Beginn des Schuljahres somit 256 öffentliche Oberschulen, die die Haupt- und Realschulen ersetzen.

Beim Ganztagsunterricht vermeldete die Ministerin ebenfalls Fortschritte, man könne 88 neue Ganztagsschulen an den Start schicken. Insgesamt seien rund 1700 der etwa 2670 öffentlich allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen Ganztagsschulen: „Weitere Anträge durch die Schulen werden sicher folgen.“

Ministerin Heiligenstadt vermeldete es zudem als Erfolg, dass ab sofort in den ersten acht Schuljahrgängen die inklusive Schule eingeführt worden sei.

Problematischer sieht es bei der Lehrersuche aus, denn noch immer hat das Land nicht genügend Beamte im Schuldienst. Ein 17-Punkte-Aktionsprogramm soll jetzt den Durchbruch bringen. Der sieht unter anderem vor, Quereinsteigern künftig den Weg zu einem Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen zu erleichtern. Referendare, die ihre Prüfung bestanden haben, können ihre Stundenzahl bis zum Soll eines fertig ausgebildeten Lehrers erhöhen. Außerdem sollen pensionierte Lehrer als Vertretungskräfte reaktiviert werden. „Wer die Altersgrenze erreicht hat, aber trotzdem weiterarbeiten will, erhält acht Prozent mehr Bezüge“, versprach die Ministerin außerdem. Und: „Teilzeitkräfte können kurzfristig mehr Unterricht erteilen.“

Kritik ließ gestern dennoch nicht lange auf sich warten: „Es handelt sich um einen Katalog von Notmaßnahmen, aus dem die ganze Verzweiflung dieser Ministerin spricht“, so der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried.

Wie der Handel vom Schulstart profitiert, lesen Sie hier.


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