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Stadt stoppt Mietzahlungen an "Wollepark"-Vermieter

Die Stadt Delmenhorst hat die Jobcenter angewiesen, für 31 Haushalte in dem in die Schlagzeilen geratenen "Wollepark"-Gebiet, im April keine Miete mehr direkt an die Vermieter zu zahlen.

Delmenhorst. Die Stadt befürchtet, dass die Wohnungen in zwei Häusern noch im Laufe des Aprils von den Versorgungsleistungen wie Gas und Wasser abgeschnitten sein werden.

"Dann wären die Wohnungen kurzfristig unbewohnbar. Die Menschen müssten sich entweder neue Wohnungen besorgen und dort Miete zahlen oder aber in Gemeinschaftsunterkünfte ziehen, für die eine Nutzungsentschädigung zu zahlen ist", teilte Rudolf Mattern, städtischer Fachbereichsleiter Soziales, der dpa auf Anfrage mit.

Die Weisung beziehe sich nur auf die Wohnungen, in denen das Jobcenter die Kosten der Unterkunft direkt an den Vermieter zahlt, betonte die Stadt. In den Fällen, in denen der Hilfeempfänger die Zahlungen erhält, würden diese demnach weiter ausgezahlt.

Das Wohnviertel ist schon seit längerem ein Zankapfel zwischen Stadt und Bewohnern. Anfang April waren die Mieter der Wohnblocks zwei Tage lang ohne Wasser. Ein Gericht hob die Sperre der Stadtwerke dann auf, weil es die Fristen für die Sperrung der Wasserversorgung nicht eingehalten sah. Eine Stadtsprecherin nannte damals als Grund unbezahlte Rechnungen für Wasser und Gas in Höhe von rund 185 000 Euro sowie Altschulden von rund 80 000 Euro.

Das Gebiet Wollepark gilt als sozialer Brennpunkt. Der Polizei zufolge wird es von Straftätern als Rückzugsort genutzt.

dpa


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