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Angeklagte im Landgericht Hannover.

Angeklagte im Landgericht Hannover. © Peter Steffen/Archiv

Prozesse

Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für Attacke mit Auto

Für den Versuch, ihren Ex-Partner und dessen Ehefrau zu überfahren, soll eine 53-Jährige nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für lange Zeit ins Gefängnis.

Hannover. Anklägerin Claudia Becker-Kunze forderte am Freitag im Landgericht Hannover eine siebenjährige Haftstrafe.

Die Angeklagte habe die Eheleute töten wollen, begründete sie. Das Paar habe sich in letzter Sekunde mit einem Sprung zur Seite retten können. Anschließend sei die Frau in einen Nachbarn gerast, der zur Hilfe geeilt war. Der Mann leide noch heute unter den Folgen seiner Verletzungen, die er sich im November des vergangenen Jahres in Altwarmbüchen bei Hannover zugezogen hatte.

Die Verteidiger der 53-Jährigen plädierten dagegen für einen Freispruch. Die Frau habe sich nur mit ihrem früheren Lebensgefährten aussprechen wollen und davor erhebliche Mengen Alkohol getrunken. Wegen ihres Vollrausches sei sie zudem schuldunfähig. Wie viel Promille die Angeklagte zur Tatzeit im Blut hatte, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Nach Überzeugung der Verteidiger waren es mindestens drei Promille. Der psychiatrische Sachverständige geht in seinem Gutachten dennoch davon aus, dass sie gezielt handeln konnte.

Die Angeklagte schloss sich der Forderung ihrer Verteidiger an und sagte: "Ich möchte gern, dass die Strafe, die ich bisher hatte, genug ist." Sie war etwa eine Stunde nach der Tat bewusstlos in ihrem Auto entdeckt worden und sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Das Urteil soll am 15. Juni gesprochen werden.

dpa


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