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Kriminalität

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sozialbetrugs

Bremerhaven (dpa/lni) - Wegen des Verdachts des Sozialbetrugs durch zahlreiche Zuwanderer in Bremerhaven ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Vereine. Ihr Vorsitzender soll fingierte Arbeitsverträge hauptsächlich mit Bulgaren, aber auch mit anderen EU-Zuwanderern abgeschlossen haben, damit sie Leistungen vom Jobcenter erhalten.

Von dem Geld hätten die Betroffenen einen Teil an die Vereine abgeben müssen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Medien hatten zuvor über die Ermittlungen zur Beihilfe zum Betrug gegen den Vorsitzenden berichtet. Der Beschuldigte wollte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht zu den Vorwürfen äußern. Die genaue Zahl der Fälle und die Schadenshöhe sind noch unklar.

Das Jobcenter in Bremerhaven hatte Anzeige erstattet, nachdem sich die Arbeitslosenmeldungen von Beschäftigten der im Verdacht stehenden Vereine gehäuft hatten. "Da sind wir stutzig geworden", sagte Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Gruhl. Die Polizei beschlagnahmte rund 1400 Akten ab 2014. Die Ermittler müssen nun jeden einzelnen Fall prüfen, was voraussichtlich mehrere Monate dauern wird. Gruhl geht von einem Schaden von mehreren Hunderttausend Euro aus.

dpa


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