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Niedersachsener Freibäder werden diesen Sommer etwas seltener besucht.

Niedersachsener Freibäder werden diesen Sommer etwas seltener besucht. © Armin Weigel/Archiv

Wetter

Sommer in Niedersachsen: Extrem oder nur Durchschnitt?

Viel Sturm, Gewitter, rekordverdächtige Hitze und dann wieder rasche Abkühlung: Der Sommer war in Niedersachsen bisher nach Ansicht vieler Menschen ein Sommer der Extreme.

Hannover. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war die schönste Jahreszeit mit im Schnitt 16,4 Grad bislang aber ein Durchschnitts-Sommer. Doch wie sieht es derzeit in der Landwirtschaft, beim Tourismus oder an den Badeseen aus?

BADESEEN: Auch in diesem Jahr gibt es vereinzelt wieder Blaualgen - aber mehr als im Vorjahr bisher nach Angaben aus dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt nicht. Es gelten bereits Badeverbote für den Laascher See im Kreis Lüchow-Dannenberg und den Helenensee in Großenkneten im Kreis Oldenburg. Blaualgen können Giftstoffe enthalten, Hautreizungen und im Einzelfall auch ernste Gesundheitsprobleme sind möglich. Die Bakterien können innerhalb kurzer Zeit auftreten.

FREIBÄDER: Die Freibäder in Niedersachsen haben bisher weniger Besucher gehabt als im Vorjahr. In Braunschweig meldeten drei Bäder bis Ende Juli 68 000 Besucher, im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt schon fast 10 000 mehr gewesen. Über 4000 Besucher weniger als letztes Jahr verzeichnete auch ein Freibad in Göttingen. In Wolfsburg reden die Badbetreiber von einem "durchschnittlichen Sommer" - dort liegt das Freibad aber auch neben einem Jugendzeltplatz, der in den Ferien immer gut besucht ist.

TOURISMUS: An der Nordsee sind nach ersten Einschätzungen teilweise weniger Tagesgäste als im vergangenen Jahr gewesen. Dennoch sei der Sommer bislang gut verlaufen, sagte ein Sprecher von Nordsee-Tourismus. Die Besucher, die trotz des durchwachsenen Wetters an die See gefahren seien, hätten sich die Zeit in Thermen und Museen vertrieben. Insgesamt lässt sich an der Nordsee derzeit ein Trend zum Spontan-Urlaub erkennen.

LANDWIRTSCHAFT: Dieses Jahr haben die Landwirte unter vielen Wetterextremen gelitten. Das Frühjahr sei sehr trocken gewesen, auch die zwei extremen Unwetterphasen und der kalte Juli seien schwierig für die Bauern gewesen. Dennoch sind die Getreide-Erträge besser als befürchtet. "Insgesamt ist es eine durchschnittliche Ernte. Sie liegt aber unter der des Vorjahres", sagte Gabi von der Brelie vom Landesbauernverband.

WETTER: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist der Sommer in Niedersachsen bislang durchschnittlich. Die Temperaturen liegen mit im Schnitt 16,4 Grad sogar rund ein halbes Grad über dem langjährigen Mittelwert, der seit 30 Jahre berechnet wird. Die Sonne schien bis Mitte der Woche 467 Stunden. "Wenn das so weiter geht, könnte es ein sonniger Sommer gewesen sein", sagte Uwe Kirsche vom Wetterdienst.

WASSERVERSORGUNG: Die Füllstände der Talsperren sind derzeit niedrig, heißt es von den Harzwasserwerken. Die sechs Talsperren sind im Moment zu 59 Prozent gefüllt; normalerweise sind es in dieser Jahreszeit durchschnittlich 72 Prozent. "Das hat keine Auswirkung auf die Trinkwasserversorgung. Es ist immer noch genug Wasser da", sagte Pressesprecher Robert Schellhase.

dpa


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