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Winter

Skilaufen im Harz Ostern noch möglich

Tausende Tonnen Salz gegen Glätte sind wieder auf die Straßen in Niedersachsen und Bremen gestreut worden. Noch ist der Winter nicht vorbei, aber langsam auf dem Rückzug. Skifans kommen im Harz aber noch auf ihre Kosten.

Hannover. Mit dem kalendarischen Frühlingsanfang verabschiedet sich der Winter allmählich aus Niedersachsen und Bremen. Die Temperaturen bleiben nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Bereich von neun bis zehn Grad noch im Durchschnittsbereich. Ein signifikanter Anstieg sei vorerst nicht zu erwarten, aber auch kein starkes Absinken, sagt DWD-Meteorologe Markus Eifried. In den Morgenstunden könnten die Temperaturen stellenweise leicht unter den Gefrierpunkt rutschen.

Wem der Winter noch nicht lang genug war, kann Ostern nach Braunlage in den Harz fahren. "Wer noch Lust auf Weiß hat, kommt zum Skilaufen", sagt Christin Faust vom Tourismusverband Harz in Goslar. Möglich macht dies die künstliche Beschneiung am Wurmberg. "Ohne die wäre die Saison magerer ausgefallen." Die Wintersaison insgesamt sei keine schlechte, aber auch keine besonders gute, meint Faust. Die Buchungen über die Ostertage jedoch seien gut angelaufen, erfahrungsgemäß ist noch mit Spontanurlaubern zu rechnen.

Auch für die Streudienste gibt es noch keine Pause. "Der Winter ist für uns immer noch nicht rum", sagt Jens-Thilo Schulze von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. Seit dem 1. Oktober wurden bislang rund 125 000 Tonnen Streusalz im Land eingesetzt. Damit liegt der Salzverbrauch nach seinen Angaben im Mittelfeld. Im milden Winter 2013/2014 waren es rund 70 000 Tonnen, im Ausnahmewinter 2009/2010 rund 220 000 Tonnen Salz. Genaue Zahlen zum Verbrauch und zu den Straßenschäden gibt es jedes Jahr erst Mitte April. "Bis dahin ist noch mit Kälteeinbrüchen zu rechnen", sagt Schulze. Auf Bremens Straßen wurden nach Behördenangaben insgesamt bisher 4000 bis 5000 Tonnen verstreut.

Gut durch den Winter gekommen ist auch die Landwirtschaft, sagt Walter Hollweg, Sprecher der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer in Oldenburg. "Es ist alles im grünen Bereich. Die Natur ist erwacht. Das Sommergetreide wird gesät, die Frühkartoffeln kommen in den Boden." Allerdings hätten vereinzelt Winterkulturen durch schneefreie kalte Tage im Januar Schaden genommen, meint Hollweg. Sehr positiv sei, dass die Böden abgetrocknet und die Äcker und Felder schon gut befahrbar seien. "Es läuft alles unter guten Bedingungen."

dpa


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