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Eine Außenaufnahme des Landgerichts in Osnabrück.

Eine Außenaufnahme des Landgerichts in Osnabrück. © Friso Gentsch/Archiv

Urteile

Siebeneinhalb Jahre Jugendstrafe für Mord im Altenheim

Wegen des gewaltsamen Todes einer 87 Jahre alten Frau in einem Altenheim in Neuenhaus bei Nordhorn hat das Landgericht Osnabrück einen 18-Jährigen zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Osnabrück. Das Urteil der Jugendkammer sei am Mittwoch unter anderem wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs ergangen, teilte das Gericht mit. Außerdem ordnete das Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der 18-Jährige war im vergangenen Oktober nachts in das Altenheim eingestiegen. Dort hatte er einen männlichen Bewohner sexuell missbraucht. Als er in einem anderen Zimmer einen demenzkranken Mann missbrauchte, wurde er von dessen Ehefrau überrascht. Um die Tat zu verdecken, stieß er nach Überzeugung des Gerichts die 87-Jährige zu Boden und verletzte sie mit Tritten so schwer, dass sie kurze Zeit später starb. Der Angeklagte, der zum Zeitpunkt des Verbrechens stark betrunken war, hatte die Tat vor Gericht gestanden.

Der 18-Jährige leidet unter einer Persönlichkeitsstörung, wie die Jugendkammer feststellte. Er habe den Hang, weitere Straftaten zu begehen und sei daher für die Allgemeinheit gefährlich. Daher wurde die unbefristete Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet.

dpa


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