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Bundespräsident Gauck (l.) lobte den Einsatz der Seenotretter.

Bundespräsident Gauck (l.) lobte den Einsatz der Seenotretter. © C.Jaspersen

Schifffahrt

Seenotretter feiern 150. Geburtstag: Gauck lobt Einsatz

Bundespräsident Joachim Gauck hat die mutige Arbeit der Seenotretter gewürdigt. "Der Einsatz ist selbstlos, und er ist oft gefährlich", sagte Gauck am Freitag in Bremen beim Festakt zum 150. Geburtstag der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Bremen. Das Staatsoberhaupt stammt selbst aus einer Seefahrerfamilie.

"Die Schiffbrüchigen sind ganz auf die Hilfe ihrer Retter angewiesen", sagte Gauck. Trotz moderner Ausrüstung und Technik bleibe die Katastrophenhilfe auf See riskant. Die Arbeit der Seenotretter werde vor allem von Freiwilligen übernommen. Der ehrenamtliche Vormann Wolfgang Schulz sagte, das Engagement habe nichts mit Heldentum zu tun. "Die Freiwilligkeit ist unserer Seele."

Der Vorsitzende der DGzRS, Gerhard Harder, erklärte, die Menschen stünden den Naturgewalten auf See zumeist hilflos gegenüber. "Man kann den Blanken Hans nicht in seine Schranken verweisen." Die Retter seien aber gezwungen, bei jedem Wetter zu den Einsätzen hinauszufahren.

Mit einer Schiffstaufe, einer Bootsparade und einem bunten Rahmenprogramm feiert die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Wochenende ihren 150. Geburtstag. Zum Auftakt der Feierlichkeiten taufte die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, Daniela Schadt, am Freitag in Bremen das jüngste Seenotrettungsboot der DGzRS auf den Namen "Henrich Wuppesahl". Erst beim zweiten Anlauf zerbrach die Flasche. "Ich wünsche dir allzeit gute Fahrt und eine glückliche Heimkehr", rief Schadt. Der Namensgeber war ein bekannter Bremer Seeversicherungskaufmann, dessen Nachfahren den Neubau wesentlich finanzierten. Das Schiff wird in Neustadt in Schleswig-Holstein eingesetzt.

Die DGzRS verfügt über eine Flotte von 60 Kreuzern und Rettungsbooten und betreibt über 50 Stationen an Nord- und Ostsee. Die Gesellschaft wurde 1865 in Kiel gegründet. Hauptsitz ist Bremen, von dort werden alle Such- und Rettungsmaßnahmen koordiniert. Die Arbeit wird allein durch Spenden finanziert.

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sagte, durch den Verzicht auf staatliche Förderung genieße die DGzRS überall hohes Anzehen. Am Samstag sollten die Feierlichkeiten in Bremerhaven mit einer Schiffsparade fortgesetzt werden.

dpa


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