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Schwere Schäden durch Gewittersturm in Bad Sachsa

Ein heftiger Gewittersturm hat im Südharzer Ferienort Bad Sachsa erhebliche Verwüstungen angerichtet. Dabei wurden Dächer von Freizeit-Einrichtungen und Wohnhäusern abgedeckt.

Bad Sachsa. Andere Gebäude wurden durch herumfliegende Teile beschädigt, teilte die Polizei in Bad Lauterberg am Mittwoch mit. Menschen wurden aber nicht verletzt. Die Feuerwehr schätzt den Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Euro.

Detlef Schulz (55) war am Dienstagabend mit seinem Hund spazieren, als er von der Unwetterfront im Ort überrascht wurde. Neben ihm stürzten Bäume um, Dachteile eines Indoor-Spielplatzes wirbelten durch die Luft. "Das war unglaublich, welche Kräfte da gewirkt haben. Es war eine unvorstellbar heftige Böenwalze", sagte Schulz am Mittwoch. Schäden gab es aber nicht im ganzen Ort, der Sturm wütete nur auf einer etwa 500 Meter breiten Schneise.

Die Gewitterfront hatte am Dienstagabend etwa 15 Minuten über Bad Sachsa getobt, sagte Ortsbrandmeister Karl-Heinz Woyda. Extreme Sturmböen sorgten dafür, dass bei einer Tennishalle die Hälfte des Daches weggerissen wurde. Ziegel und Balken seien herumgewirbelt worden. "Sie schlugen in Nachbargebäude ein", sagte Woyda. Betroffen war auch eine Bowlingbahn. "Es ist ein Riesenglück, dass sich dort gerade keine Leute aufhielten", sagte der Ortsbrandmeister. Von einigen Gebäuden seien Schornsteine und Antennenteile abgestürzt.

Der Sturm riss auch ein Gewächshaus weg. "Es ist zwei Grundstücke weitergeflogen", sagte der Ortsbrandmeister. Zudem wurden zahlreiche Bäume umgeworfen. Die Straße von Bad Sachsa in den Nachbarort war durch umgestürzte Stämme blockiert. Auch auf dem derzeit ungenutzten Parkplatz eines Hotels türmten sich umgeworfene Eichen. Es werde längere Zeit dauern, alle Schäden zu beseitigen, sagte Woyda.

Auch im Raum Göttingen kamen die Feuerwehren in der Nacht zum Mittwoch kaum zur Ruhe. Dort stürzten ebenfalls zahlreiche Bäume um. Rund hundert Einsätze seien in der Nacht gefahren worden, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle Göttingen.

Durch das Unwetter sei es außerdem zu Unfällen gekommen. Auf der Autobahn 7 bei Northeim etwa gerieten zwei Autos ins Schleudern und überschlugen sich. Die beiden Fahrer wurden verletzt. Bei Hannoversch Münden (Kreis Göttingen) stellte sich aufgrund der rutschigen Fahrbahn ein Laster quer. Die Fahrer seien für die Witterung häufig zu schnell unterwegs gewesen, sagte der Sprecher der Rettungsleitstelle. Auch der Bahnverkehr in Südniedersachsen war am Mittwochmorgen auf einigen wenigen Linien eingeschränkt.

dpa


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