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Jugendliche sollen in der Schulzeit mehr Berufsberatung bekommen.

Jugendliche sollen in der Schulzeit mehr Berufsberatung bekommen. © J. Stratenschulte/Archiv

Ausbildung

Schülern soll die Berufswahl erleichtert werden

Mit mehr Beratungsangeboten und Praktika zu mehr Klarheit bei der Berufswahl: Niedersachsens Schüler sollen künftig besser beim Einstieg in die Berufswelt unterstützt werden.

Hannover. Das kündigte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Dienstag in Hannover an.

Jugendliche benötigten eine gute Beratung aus einer Hand, sagte Heiligenstadt. In Jugendberufsagenturen sollen Mädchen und Jungen diese Beratung bekommen - und das schon vor ihrem Schulabschluss. In Hamburg, Bremen und Bremerhaven, wo es solche Agenturen bereits gibt, hat man nach Angaben von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gute Erfahrungen damit gemacht. Nun eröffnet am 9. Juli auch die erste Agentur in Garbsen bei Hannover. Wie viele Agenturen es am Ende landesweit geben soll, ist noch offen.

In den Berufsagenturen arbeiten unter anderem die Agentur für Arbeit, Jugend- und Sozialhilfe sowie Vertreter der Schulen zusammen. Die beratenden Agenturen sollen nach Angaben von Heiligenstadt nach dem Bedarf der Jugendlichen regional angepasst werden.

Außerdem soll der Berufseinstieg auch in den Schulen mehr in den Mittelpunkt gerückt werden: In Gymnasien wird beispielsweise ein zweites Pflichtpraktikum in der elften Klasse eingeführt. Bisher mussten die Schüler in der achten oder neunten Jahrgangsstufe einen Praxisteil absolvieren.

Nach den Vorstellungen der Landesregierung sollen Jugendliche so einen realistischeren Einblick in die Arbeitswelt bekommen. Ziel sei es, dass duale Ausbildungsberufe attraktiv bleiben - nur so könne der Fachkräftemangel bekämpft werden.

Die Zahl der jüngeren Menschen geht zurück. Gerade in Niedersachsen stelle der demografische Wandel eine Herausforderung dar, sagte Regierungschef Weil. "Das Ziel ist es, für alle jungen Menschen die richtige Aufgabenstellung zu finden", sagte er. In diesem Bereich sei Niedersachsen noch nicht so gut wie es sein müsse. Bisher hätten sich eine Vielzahl von Behörden mit den jungen Menschen beschäftigt, aber nicht genügend zusammengearbeitet.

dpa


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