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Schoko-Weihnachtsmann als Sicherheitsrisiko im Knast.

Schoko-Weihnachtsmann als Sicherheitsrisiko im Knast. © Angelika Warmuth dpa/Archiv

Prozesse

Schoko-Weihnachtsmann als Sicherheitsrisiko im Knast

Göttingen (dpa/lni) - Ein Schoko-Weihnachtsmann gefährdet die Sicherheit in einem Gefängnis und muss deshalb einem Inhaftierten nicht ausgehändigt werden. Das entschied das Landgericht Göttingen in einem Beschluss, wie ein Gerichtssprecher am Montag bestätigte.

Über den Fall hatte zunächst das "Göttinger Tageblatt" berichtet. Ein Sicherungsverwahrter war gegen die Leiterin der Justizvollzugsanstalt Rosdorf vor Gericht gezogen, weil ihm im vergangenen Jahr ein von seinen Eltern geschickter Schoko-Nikolaus verwehrt wurde. Zu Recht, befand die 62. kleine Strafvollstreckungskammer. Der Hohlkörper des Weihnachtsmannes sei dazu geeignet, verbotene Gegenstände wie etwa SIM-Karten oder Drogen in die Anstalt zu schmuggeln.

Das weihnachtliche Paket war mit einem Röntgengerät sowie mit einem Rauschgiftspürhund kontrolliert worden. Damit konnte aber nach Überzeugung der Richter die Süßigkeit nicht ausreichend untersucht werden. Der als gefährlich eingestufte Straftäter darf dennoch auf Naschereien hoffen: Ihm bleibt es dem Beschluss zufolge unbenommen, Schoko-Weihnachtsmänner "zum Zeitpunkt vor einem beabsichtigten Verzehr unter der Aufsicht des Anstaltspersonals so zu öffnen, dass der Hohlraum kontrolliert werden kann" (Az 62 StVK 18/15).

dpa


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