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Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht.

Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht.© Patrick Seeger/Archiv

Kriminalität

Schlag gegen Rauschgiftbande: Bahnverkehr unterbrochen

In großen Hallen sollen die Männer Cannabis angebaut haben: Die Polizei ist einer Bande von Drogenhändlern auf die Spur gekommen. Für den Zugriff wurde sogar eine Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg gesperrt.

Seevetal/Oberhausen. Die Polizei hat eine Drogenbande ausgehoben, die europaweit mit Rauschgift gehandelt und große Cannabis-Plantagen in mehreren Bundesländern betrieben haben soll, darunter in Mecklenburg-Vorpommern. Nach mehr als einem Jahr intensiver Ermittlungen schlugen die Fahnder am Donnerstag an mehreren Orten gleichzeitig zu, wie die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei in Oberhausen mitteilten.

In Berlin und Hamburg wurden mehrere Wohnungen und Geschäftsräume von Spezialeinheiten und Ermittlern durchsucht. Insgesamt acht Männer wurden festgenommen. Weitere Details zu der Aktion in Hamburg konnte die Polizei zunächst nicht nennen. Bei dem Zugriff wurde in Seevetal im Kreis Harburg eine Drogenplantage ausgehoben, dort wurden 1187 Cannabispflanzen in einer Lagerhalle entdeckt. Zeitweise wurde wegen des Zugriffs dort auch der Fernverkehr auf der Bahnverbindung zwischen Hannover und Hamburg unterbrochen.

Die Pflanzen und 52 Gramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von zusammen etwa 250 000 Euro wurden beschlagnahmt, sagte Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. Die Staatsanwaltschaft Duisburg wirft den Festgenommenen vor, bundesweit und in mindestens vier Fällen gewerbsmäßig Cannabis-Indoorplantagen geplant, errichtet und betrieben zu haben.

Außerdem sollen sie mit mindestens 100 Kilogramm Marihuana gehandelt haben.

Die Ermittler waren der Bande auf die Spur gekommen, nachdem mehrere große Cannabisplantagen in Oberhausen, bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern und in Salzwedel in Sachsen-Anhalt entdeckt worden waren. Die Anlage in Seevetal war auf insgesamt 3000 Pflanzen ausgelegt.

Weil die Halle direkt an den Gleisen liegt, war der Fernverkehr zwischen Hannover und Hamburg zum Schutz der Beamten und wegen möglicherweise flüchtender Tatverdächtiger während des Einsatzes vorübergehend unterbrochen worden. Die Strecke habe zwischen 5.40 Uhr und 6.50 Uhr in beide Richtungen gesperrt werden müssen, sagte eine Sprecherin der Bahn in Hamburg.

dpa


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