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Kunst

Schiffspokal kehrt in Dresdner Ratsschatz zurück

Ein prunkvoller Pokal aus dem 17. Jahrhundert ist am Dienstag in Bremen an Vertreter der städtischen Museen in Dresden überreicht worden. Das teilvergoldete Silberkunstwerk war lange verschollen und kehrt nun für eine sechsstellige Summe in den Dresdner Ratsschatz zurück.

Bremen/Dresden. Der Pokal in Form eines Segelschiffs aus Gold und Silber war im 17. Jahrhundert vom Nürnberger Goldschmiedemeister Tobias Wolff für den Dresdner Ratsschatz gefertigt worden. Ende des Zweiten Weltkrieges verschwand das Kunstwerk - wie der Großteil des Ratsschatzes.

"Das ist ein glücklicher Tag", sagte der Direktor der Museen der Stadt Dresden, Gisbert Porstmann. Auch der Geschäftsführer der Bremer Galerie Neuse, Achim Neuse, zeigte sich zufrieden, das Kunstwerk zu überreichen. "Wir sind fröhlich, dass wir es Ihnen jetzt zurückgeben können."

Im Jahr 2015 wurde der Pokal auf einer Auktion in London angeboten, die Bremer Galerie Neuse erwarb ihn im Nachverkauf - ohne zu wissen, woher er stammte. Als die Galerie den Pokal 2016 auf einer Kunstmesse anbot, wurde das Bundeskriminalamt aufmerksam. Kurze Zeit später beschlagnahmten Ermittler das Kunstwerk.

Nachdem die Herkunft eindeutig geklärt war, einigten sich die Kunsthandlung Neuse und die Museen der Stadt Dresden im Zuge eines Vergleichs. Mit Hilfe von Stiftungen, Spenden und einer Beteiligung der Stadt Dresden konnte der Schiffspokal erworben werden - die Bremer Galerie machte dabei keinen Gewinn. "Wir sind Partner der Museen", sagte Neuse. "Für uns ist es wichtig, dass Objekte an den Ort kommen, an den sie hingehören."

dpa


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