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Niedersachsen Säugling geschüttelt: neuneinhalb Jahre Haft für Vater
Nachrichten Niedersachsen Säugling geschüttelt: neuneinhalb Jahre Haft für Vater
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14:52 30.01.2018
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. Quelle: Uli Deck/Archiv
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Osnabrück

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 26-Jährige die kleine Anna im März 2014 schüttelte, als er alleine mit ihr zu Hause war, teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstag mit. Das Kind war mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen und ist seitdem mehrfach gelähmt und in höchstem Maße pflegebedürftig. Der Mann hatte die Vorwürfe zu Prozessbeginn zurückgewiesen. In das Urteil floss eine Verurteilung in einer anderen Sache mit eineinhalb Jahren Haft ein.

Vor Gericht hatte der Angeklagte zu den Tatvorwürfen im einzelnen nichts gesagt. Seine 23 Jahre alte Freundin hatte ausgesagt, wie er ihr den Fall schilderte: Demnach habe das Baby plötzlich geschrien, als er in der Küche spülte. Als er sah, dass das Kind lethargisch war und seine Augen verdrehte, habe er sie auf der Arbeit angerufen. Hysterisch sei sie nach Hause geeilt und habe den Notarzt gerufen. Bereits nach einem vorangegangenen Misshandlungsverdacht war Anna vorübergehend zu ihren Großeltern gekommen. Eine Hebamme und ein Jugendamt-Vertreter schauten täglich vorbei. Kurz vor dem Schüttelvorfall kam das Kind aber wieder zurück zu seinen Eltern.

Dass Kinder geschüttelt werden, macht immer wieder Schlagzeilen. Deutschlandweit gibt es pro Jahr etwa 100 bis 200 Fälle, bei denen Säuglinge und Kleinkinder mit Schütteltrauma in Kliniken gebracht werden.

dpa

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