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Mit einer roten Nelke und einem DGB Sticker steht ein Demonstrant.

Mit einer roten Nelke und einem DGB Sticker steht ein Demonstrant. © Peter Steffen/Archiv

Demonstrationen

Rund 51 000 Menschen kommen zu DGB-Kundgebungen am 1. Mai

Soziale Gerechtigkeit war das dominierende Thema bei den Mai-Kundgebungen. In Niedersachsen gingen zum Tag der Arbeit insgesamt mehr als 70 Veranstaltungen über die Bühne.

Hannover. Auf mehr als 70 Veranstaltungen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen am Tag der Arbeit für mehr soziale Gerechtigkeit geworben. Laut DGB beteiligten sich daran am Montag rund 51 000 Menschen. Die meisten Teilnehmer wurden bei einer Kundgebung mit Verdi-Landeschef Detlef Ahting in Hannover gezählt. Zum dortigen DGB-Fest kamen etwa 10 000 Menschen, in Braunschweig waren es nach Gewerkschaftsangaben rund 7000. Im vergangenen Jahr waren bei den Mai-Kundgebungen in Niedersachsen ähnlich viele Menschen gezählt worden.

Bei einer Gewerkschaftskundgebung in Hildesheim kritisierte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger, dass es in Deutschland zu viele befristete Arbeitsverhältnisse gebe. "Wir sagen ganz klar: Schluss mit der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen." Für Gröger war es die erste Mai-Kundgebung als Chef des IG-Metall-Bezirks Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Er hatte zu Jahresanfang den langjährigen Bezirksvorsitzenden Hartmut Meine abgelöst.

Die Zahl der befristeten Beschäftigten habe sich in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht, von 900 000 auf über 2,7 Millionen, beklagte Gröger. "Je jünger die Beschäftigten sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Befristung", sagte er. Zugleich verwies er auf eine ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen. Reichtum konzentriere sich in den Händen von ganz wenigen Menschen. "Die wachsende Ungleichheit ist der Asphalt, auf dem die Rechtspopulisten Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit in die Mitte der Gesellschaft transportieren", sagte Gröger.

Als einen mit den Gewerkschaften errungenen Erfolg bezeichnete Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den gesetzlichen Mindestlohn auf einer Kundgebung in Hameln. Auch er verwies auf eine Vielzahl von befristeten Verträgen und Leiharbeitsverhältnissen. Der 1. Mai erinnere daran, "dass die Versprechen des Sozialstaats noch nicht vollständig erfüllt sind", erklärte der SPD-Landesvorsitzende.

Die Mai-Kundgebungen standen in diesem Jahr unter dem Motto "Wir sind viele. Wir sind eins." Der DGB wollte damit ein Signal für mehr soziale Gerechtigkeit setzen. Es geht der Gewerkschaft um eine bessere gesetzliche Rente, mehr Mitbestimmung der Arbeitnehmer und ein gerechteres Steuersystem.

dpa


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