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Wetter

Rekord-Hitze auf dem Brocken

Norddeutschlands höchster Berg hat am Dienstag den wärmsten Novembertag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1895 erlebt. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz seien am Nachmittag 19,8 Grad Celsius gemessen worden, sagte Klaus Adler von der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes.

Brocken. Schon am Montag hatte das Thermometer 19 Grad angezeigt. Grund sei die aktuelle Inversionswetterlage, sagte Adler. Dabei schiebe sich warme trockene Luft eines Hochdruckgebietes über kalte, feuchte Luft, die in den Harztälern festsitze.

Wegen der extrem geringen Luftfeuchtigkeit von zwei bis fünf Prozent habe es am Dienstag vom Brocken eine grandiose Fernsicht gegeben, sagte Adler. So sei der 170 Kilometer entfernte Taufstein im hessischen Vogelsberg zu sehen gewesen. Richtung Südosten waren die Kühltürme eines Kraftwerks bei Leipzig zu sehen. "Und Richtung Norden war das VW-Werk in Wolfsburg zu erkennen", sagte Adler.

Eine solche Inversionswetterlage sei im November typisch für den Harz, sagte der Wetter-Experte. In so extremer Ausprägung wie in diesen Tagen sei sie aber noch nie registriert worden. Dies habe auch dazu geführt, dass es in den Nächten auf dem Brocken deutlich wärmer ist als in niedrigen Lagen des Mittelgebirges. So seien auf dem Berg am Dienstagmorgen 12 Grad gemessen worden, in Schierke waren es rund zehn Grad weniger.

Vermutlich wegen der extremen Trockenheit habe es am Dienstag auf dem Brocken auch gebrannt, sagte Adler. Etwa 100 Quadratmeter Ödland standen in Flammen. Die Brandursache sei unklar.

dpa


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