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Smartphone auf dem die Homepage des «Korea-Reisedienstes» geöffnet ist.

Smartphone auf dem die Homepage des «Korea-Reisedienstes» geöffnet ist. © Silas Stein

Reisen

Reiseanbieter hält an Reisen nach Nordkorea fest

Trotz einer offiziellen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes will der auf Nordkorea-Reisen spezialisierte "Korea-Reisedienst" aus Hannover weiterhin Fahrten dorthin anbieten.

Hannover. Das Auswärtige Amt riet am Mittwoch allerdings von nicht erforderlichen Reisen in die Demokratische Volksrepublik Nordkorea dringend ab. Die Geschäftsführerin des hannoverschen Unternehmens, Malika Ben Naoum-Horst, sagte der dpa dazu: "Der deutsche Tourist braucht sich nicht zu fürchten."

Die gebürtige Algerierin bietet seit über zwanzig Jahren Reisen nach Nordkorea an, nach eigenen Angaben arbeitet sie dort mit der staatlichen Agentur Korea International Travel Company zusammen.

Negative Erfahrungen hätten ihre Kunden in dem Land ihres Wissens nicht gemacht, sagte die Reiseveranstalterin. Ihre Gruppen würden vor Ort stets von einheimischen Reiseleitern begleitet, erklärte Naoum-Horst. Sie rät Reisenden, sich normal zu verhalten und nicht zu provozieren. "Das gilt aber auch für Reisen in viele andere Länder", betonte sie.

Kommende Woche starte eine neue Kleingruppe gen Nordkorea. Im September sei eine weitere Gruppenreise geplant, storniert habe bisher niemand, sagte die Geschäftsführerin.

Das Auswärtige Amt warnte, wegen angeblicher republikfeindlicher Verbrechen sei es in Nordkorea mehrfach zu Festnahmen von Ausländern gekommen. "Mehrere Ausländer wurden zu teilweise langjährigen Haftstrafen bzw. Arbeitslager verurteilt."

Der US-Student Otto Warmbier war vor kurzem nach seiner Rückkehr aus Nordkorea in die USA gestorben. Er war 2015 dorthin gereist und festgenommen worden. Die kommunistische Führung in Pjöngjang warf ihm Straftaten gegen den nordkoreanischen Staat vor. In einem Hotel soll er ein Plakat von der Wand genommen haben, um es zu stehlen. Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Straflager verurteilt. Er lag monatelang im Koma und kehrte kurz vor seinem Tod schwer krank in die USA zurück.

dpa


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